Ring frei für die Umweltspur –Home-Office statt Berufsverkehr – Cargo-Bike fahren und 2.500 Euro bekommen – Fahrrad aus dem Keller holen .. 

Voran gestellt vier Claims, zitiert aus dem neuen neuen Flyer Frischer Wind für Wiesbaden. Sie machen das Ziel deutlich: Runter mit den Stickstoffdioxid-Konzentrationen – ohne Fahrverbote –  einen Tag bevor das Verwaltungsgericht Wiesbaden über drohenden Fahrverbote entscheidet. Das Wiesbaden eben jetzt seine Kampagne startet –.

 „Unter dem Motto ‚Frischer Wind für Wiesbaden‘ sollen die Luft verbessert, Fahrverbote verhindert und die Lebensqualität in Wiesbaden verbessert werden.“ – Oberbürgermeister Sven Gerich

Jeder ist hier gefragt. Mit einfachen und originelle Plakatmotive hinterfragen die Macher das persönliche Mobilitätsverhalten. Gleichermaßen wirbt die Stadt um Unterstützung für die verschiedenen Maßnahmen zum Ausbau einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur.

„Täglich fahren auf dem 1. Ring über 66.000 Fahrzeuge und hinterlassen große Mengen an Schadstoffen in der Luft.“ – Andreas Kowol, Umwelt- und Verkehrsdezernent

Aufgrund des seit Jahrzehnten stetig steigenden Verkehrsaufkommens stehe die Stadt vor großen Herausforderungen. Damit sich die Luft rasch und dauerhaft verbessere, müsse ein ganzes Paket an Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt werden. „Luftreinhaltung ist aber auch eine Gemeinschaftsaufgabe“, so Gerich weiter.

„Eine bessere Luftqualität bekommen wir nur mit weniger Autos und mehr ÖPNV sowie Fuß- und Radverkehr hin.“ – Andreas Kowol, Umwelt- und Verkehrsdezernent

Wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, zeigen von Dienstag an zehn Plakatmotive aan Wiesbadens Straßen. Beispielsweise wirbt das Motiv „Brötchen holen, bitte ohne Auto“ dafür, auf vermeidbare Autofahrten zu verzichten. „Nach Hause getragene Brötchen schmecken besser“, heißt es augenzwinkernd. Mit einer Anspielung auf Helikopter-Eltern wird appelliert, Kinder zur Schule laufen zu lassen – bessere Konzentrationsfähigkeit und Noten inklusive. Das Motiv „Umwelt schonen, Auto teilen“ erklärt, dass Berufspendler mit einer Fahrgemeinschaft 750 Euro im Jahr sparen können.

„Ich freue mich ganz besonders darüber, dass wir die NO2-Ampel an einer derart herausragenden Stelle wie an der Vorderseite der Ringkirche platzieren können. Das zeigt überdeutlich, dass jede und jeder Einzelne von uns eine Mitverantwortung für gesunde Luft und damit für die Schöpfung Gottes hat.“ – Dr. Martin Mencke, Dekan der Evangelischen Kirche Wiesbaden

Vom 4. September an wird an der Fassade der Ringkirche im Auftrag der Stadt mittels einer Lichtinstallation die aktuelle Stickstoffdioxid (NO2)-Konzentration in Form einer Ampel angezeigt. Die Fläche leuchtet rot, wenn der NO2-Stundenmittelwert 40 Mikrogramm überschreitet, und grün, wenn er darunter liegt. 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel entsprechen dem in Deutschland gültigen Grenzwert. Die Installation konfrontiert aber auch Autofahrer mit dem eigenen Beitrag zur Luftbelastung und soll dazu anregen, das eigene Mobilitätsverhalten zu hinterfragen. Der aktuelle Flyer der Agentur Agentur Scholz&Volkmer kann hier heruntergeladen werden.          G2018 Agentur Scholz & Volkmer, bearbeitet Wiesbaden lebt!

Aktuelle Messwerte

Um die Bevölkerung zeitnah über die Immissionsbelastung an den einzelnen Standorten zu informieren, werden die Messwerte von der Messnetzzentrale in Wiesbaden aus  veröffentlicht. In den Videotext des Hessischen Rundfunks werden die Konzentrationen von Benzol, Feinstaub (PM10), Feinstaub (PM2,5), Kohlenmonoxid, Ozon, Schwefeldioxid, Stickostoffdioxid sowie die meteorologischen Daten Luftfeuchte, Luftdruck, Temperatur, Niederschlag, Windgeschwindigkeit und -richtung eingestellt. Außerdem können die Messwerte auf den Internetseiten des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie abgerufen werden.

Stickstoffbelastung am tag 1 der Stickstoff-Ampel an der Ringkirche. Messstaion Ringkirche. @2018 Volker Watschounek / www.hlnug.de

Stickstoffbelastung am tag 1 der Stickstoff-Ampel an der Ringkirche. Messstaion Ringkirche. @2018 Volker Watschounek / www.hlnug.de

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