Als Gimmick gestartet, sind Wiesbadens LED-Installationen fest ins Stadtbild integriert. Ziel ist es, die Autofahrer auch. weiter auf die Stickoxid-Konzentration aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren.

Das Dezernat für Umwelt und Verkehr hat die Laufzeit der im Rahmen des Luftreinhalteplans installierten LED-Installationen verlängert. Weithin sichtbar zeigen die LED-Tafeln am Fußgängerübergang des Luisenforums jetzt bis Ende Oktober die aktuelle Stickoxid (NO2)-Konzentration an der nah gelegenen Ringkirche an. Die für eine Stunde gemittelten Messwerte sind in roter Farbe dargestellt, wenn der Wert über 40 Mikrogramm liegt und grün, wenn er unterschritten wird. 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel entsprechen dem in Deutschland gültigen Grenzwert

„Wir haben die Laufzeit der Installation bis Ende Oktober verlängert. Unsere Ergebnis ist es, dass die Installation Bürger für die Luftreinhaltung sensibilisiert und gleichzeitig dazu anregt, das eigene Mobilitätsverhalten zu hinterfragen.“ – Andreas Kowol, Umweltdezernent

Wie das städtische Umweltamt über persönliche Rückmeldungen erfahren hat, blicken viele Menschen, die häufig an der Installation in der Schwalbacher Straße vorbei fahren oder laufen, schon ganz automatisch auf die Anzeige, um sich über die aktuelle Schadstoffkonzentration zu informieren. Die Anzeige wurde im Rahmen der Luftreinhalte-Kampagne Frischer Wind für Wiesbaden (Wiesbaden lebt! berichtete) entwickelt.

Wiesbadens Messstationen

Weitere Messstationen befinden sich in Wiesbaden Schierstein und in Wiesbaden Süd. Alle LED-Installationen sind übersichtlich im Angebot der Stadt Wiesbaden angeordnet – wo auch die Werte der Messstationen aktuell unter www.wiesbaden.de verfügbar sind.

Die Grenzwerte

Vor dem Hintergrund, dass Stickstoffoxide und im Konkreten Stickstoffdioxide (NO2) eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen, wurden nach Richtlinie 2008/50/EG des europäischen Parlamentes und der 39. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetzes die folgenden Grenzwerte festgelegt: Einerseits darf der Stundengrenzwert von 200 µg NO2 pro m3 Luft nicht öfter als 18mal im Kalenderjahr überschritten werden. Eine sehr konkrete Vorgabe, die aufzeigt, dass dieser Grenzwert lediglich Ausnahmefälle widerspiegelt. Weiterhin gibt es einen Jahresmittelgrenzwert, der die durchschnittliche Belastung an einer einzelnen Messstation innerhalb eines Kalenderjahres widerspiegelt und 40 µg NO2 pro m3 Luft nicht übersteigen darf. Dieser Grenzwert dient dem Stadtluft-Anzeiger als Vergleichsgröße.

Weitere Nachrichten zur Luftreinhalte-Kampagne lesen Sie hier.Die Messstationen der Stadt Wiesbaden finden Sie auch unter www.wiesbaden.de.

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