Mit dem digitalen Bauantrag über das Bauportal Hessen, einem neu organisierten Servicecenter und optimierten internen Abläufen hat die Bauaufsicht Wiesbaden ihre Prozesse spürbar beschleunigt. Das Ergebnis: mehr Beratungen und schnellere Genehmigungen. Baudezernent Andreas Kowol und die Bauaufsicht ziehen deshalb eine positive Bilanz für 2025.
2025 hat die Bauaufsicht 1.460 mal Bauherren und Architekten vor der Antragsstellung beraten, gut zwanzig Prozent mehr als im Vorjahr (2024: 1.199). „Wer frühzeitig beraten wird, kann Anträge besser stellen und kommt so schneller zur Baugenehmigung. Nach diesem Prinzip hat die Bauaufsicht ihr Beratungsangebot gezielt ausgebaut“, sagt Kowol.
Die Genehmigungsquote war 2025 hoch, die Bearbeitungszeit kurz: Insgesamt gingen 781 Bauanträge und Voranfragen ein, elf Prozent mehr als 2024. 94 Prozent der eingereichten Bauanträge wurden genehmigt. Sechs Prozent der Anträge musste die Bauaufsicht ablehnen, weil die Voraussetzungen nicht erfüllt waren.
Besonders erfreulich sind die Bearbeitungszeiten: Im Vereinfachten Verfahren dauerte es im Schnitt 45 Tage – nur halb so lang wie die gesetzlich erlaubten drei Monate. Selbst Sonderbauten mit deutlich größerem Prüfaufwand wurden im Schnitt in 75 Tagen abgeschlossen. „Es war unser erklärtes Ziel, die internen Abläufe zu optimieren und den Service für unsere Kunden zu verbessern“ sagt Sandra Matzenauer, Leiterin der Bauaufsicht. „Diese Zahlen zeigen, dass wir mit unseren internen Maßnahmen auf dem richtigen Weg sind. Wir konnten die Baugenehmigungsverfahren spürbar beschleunigen, zum Vorteil aller, die in Wiesbaden bauen wollen
Auch die Untere Denkmalschutzbehörde, die in Wiesbaden bei der Bauaufsicht angesiedelt ist, verzeichnet positive Zahlen: Von 348 Anträgen, die 2025 eingingen, wurden 314 genehmigt – eine Quote von über 90 Prozent. Im Schnitt dauerte es hier nur rund 30 Tage bis zur Entscheidung.





