Energiepreisbremse: Die Gaspreisbremse verbilligt den Gaspreis auf 12 Cent pro Kilowattstunde. Bei Fernwärme, setzt die Preisbremse schon bei 9,5 Cent an.

Sei Wochen geistern die Begriffe Energiepreisbremse und Gaspreisbremse durch die Medien und Sie fragen sich immer noch, wie genau diese bei Ihnen ankommt? Was sich dahinter verbirgt? Wiesbadens Energie-Versorger ESWE hat hierzu zum Jahresanfang ein kleines Erklär-Video produziert. Darin erklärt Pressesprecher Frank Rolle im Detail, wie die Gas-, Wärme- und Strompreisbremsen zu verstehen ist und mit welchen Entlastungsmechanismen die Bundesregierung die  Energiekosten von März 2023 bis mindestens Ende 2023 bezahlbar macht.

Wie funktioniert die Energiepreisbremse?

Beim Gas ist der in 2022 vorausberechneter Verbrauch für das folgende Abrechnungsjahr maßgeblich. Wurde der verbrauch für Sie auf etwa 15000 Kilowattstunden kalkuliert, dann gilt: 80 Prozent der 15000 Kilowattstunden werden zu dem überall gedeckten Arbeitspreis von 12 Cent brutto pro Kilowattstunde abgerechnet. Die übrigen 20 Prozent werden zu dem aktuell gültigen Preis von ESWE-Versorgung: beispielsweise im Tarif ESWE Komfort Gas bei einem Verbrauch bi 5300 kWh im Jahr für rund 17 Cent abgerechnet.

Rechenbeispiel

80 Prozent von 15000 Kilowattstunden sind 12000 Kilowattstunden.
12000 Kilowattstunden mal 12 Cent (gedeckelter Gaspreis) ergibt 1440 Euro pro Jahr.

Dazu kommen noch 20 Prozent, die zum aktuellen Marktpreis abgerechnet werden:
20 Prozent von 15.000 Kilowattstunden sind 3000 Kilowattstunden. Abgerechnet mit 17 Cent pro Kilowattstunde macht das 510 Euro im Jahr.

Addieren Sie 1440 Euro und 510 Euro erhalten Sie einen Jahrespreis von 1950 Euro brutto.

Sie sparen 600 Euro

Durch den enormen Anstieg beim Gaspreis lägen die Kosten exklusive der Grundgebühr bei ESWE bei 2550 Euro. Mit der Gaspreisbremse bezahlen Sie keine 200 Euro. Ihre Entlastung beträgt also 600 Euro. Klar ist damit auch: Je weniger Gas Sie verbrauchen, desto stärker profitieren Sie von der Entlastung.

Konkret haben Sie am Ende 2023 nicht nur eine niedrigere Jahresrechnung, sondern übers Jahr gesehen auch geringere Abschläge, und so bleibt mehr Geld in Ihrem Portemonnaie.

Geld zurück, das geht auch

Jetzt kann es ja aber auch sein, dass Sie weniger Gas verbrauchen, als in der Prognose angenommen wurde, also statt 15000 Kilowattstunden etwa nur 10000 Kilowattstunden. Dann bekommen Sie eine Erstattung.

Die errechnet sich aus der Höhe Ihrer Mindermenge, multipliziert mit der Differenz zwischen ESWE- und Deckelpreis. In unserem Beispiel sind das 17 minus 12 Cent, macht als 5 Cent. Ihre eingesparten 5000 Kilowattstunden mal 5 Cent ergibt für Sie demnach eine Erstattung von 250 Euro.

Strompreisbremse

Und die Strompreisbremse funktioniert nach dem gleichen Prinzip: Auch hier wird für die Berechnung der prognostizierter Jahresverbrauch 2022 als Basis herangezogen. 80 Prozent davon werden mit 40 Cent pro Kilowattstunde abgerechnet, 20 Prozent zum aktuell gültigen Marktpreis.

Fernwärme

Bei der Fernwärme werden 9,5 Cent je Kilowattstunde zu 80 Prozent abgerechnet.

Ganz gleich ob Gas, Strom oder Fernwärme. Wichtig zu wissen ist, dass Sie sich um nichts zu kümmern brauchen. Ihr Versorgungsdienstleister setzt alle Regelungen entsprechend für Sie um. Und da das alles nicht auf Knopfdruck geschieht, sollten Sie vertrauen. Für ESWE Versorgung ist das eine große Herausforderung. Mit einer entsprechenden Rückerstattung beziehungsweise tatsächlichen Entlastung für die Monate Januar und Februar 2023 können Sie erst im März rechnen, da diese erst dann rückwirkend abgerechnet werden. Apropos Dezember Abschlagszahlung. Sollte diese bei Ihnen abgebucht worden sein, können Sie darauf vertrauen, dass diese ihrem Konto gut geschrieben wurde. Die Verrechnung erfolgt dann mit der Jahresabrechnung.

Foto oben ©2022 Feuerwehr Wiesbaden 

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Die aktuellen Preise für Privatkunden von ESWE-Versorgung finden Sie unter www.eswe-versorgung.de.

 

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