Steht das Markenzeichen Champions League hinter dem Reisestress von Volleyballspielerinnen, wachsen ihnen Flügel. Daran änderte auch der DVV-Pokalfinalist 2017.2018 VCW nichts.

Am Kampfgeist der Hessinnen, bei denen Neuzugang Laura Philajamäki im Mittelblock debütierte, lag es nicht. Während beide Mannschaften zu Beginn der Partie viele Eigenfehler produzierten, hatte Stuttgart zunächst die Nase vorne. Besonders im Block und in der Feldabwehr wusste der MTV über weite Strecken zu überzeugen. Ein in die rechte Feldecke gespitzelter Ball von VCW-Diagonalangreiferin Nele Barber sowie ein schnell vorgetragener Angriff über Morgan Bergren zu Tanja Großer waren prima Positivbeispiele des VCW aus dem hessischen Spielzug-Repertoire. Doch dies genügte nicht, um Stuttgart in Durchgang Eins ernsthaft in Gefahr zu bringen.

„Der MTV war heute deutlich besser.“ – Dirk Groß, VCW-Chef-Trainer

Mitte des zweiten Abschnitts hatte Wiesbaden seine stärkste Phase: Eine Aufschlagserie von Mittelblockerin Nathalie Lemmens drehte einen Drei-Punkte-Rückstand in einen Drei-Punkte-Vorsprung. Stuttgart kam aber schnell zurück in die Spur, brach den Wiederstand des VCW und zog vorbei. Am Ende steht ein deutlicher Satzgewinn für die Schwaben im Spielberichtsbogen.

„Wir haben heute unsere Chancen nicht genutzt und hatten in der Annahme und im Zuspiel zu viele Probleme.“ – Dirk Groß, VCW-Chef-Trainer

Alle Kampfeslust zweigte keine Erfolg. Auch wenn der VC Wiesbaden im letzten Durchgang alles in Waagschale warf, um dem MTV in die zu Bredouille bringen, konnte Wiesbadens Volleyballerinnen nicht wirklich etwas gegen die Macht der Schwaben entgegen setzen. So sahen die 1.723 Zuschauer in der SCHARRena – davon etwa 50 lautstarke Fans aus Wiesbaden – am Ende einen verdienten Sieg des favorisierten Stuttgarter Teams.

„Wir haben heute in allen Bereichen keinen guten Lösungen gefunden und die kleinen Dinge aus der Hand gegeben.“ – Karolina Bedná?ová

Wiesbadens Trainer Dirk Groß attestierte seinem Team zwar Kampfgeist, bemerkte aber auch, dass die Qualität gegen eine solche Topmannschaft am Sonntag einfach gefehlt habe. Karolina Bedná?ová, erfolgreichste Angreiferin (13 Punkte) und MVP-Medaillen-Gewinnerin ihres Teams, sah es ähnlich. „Stuttgart hat zwar stark gespielt, aber wir hatten auch unsere Chance. In einer Partie, in der es vor allem um Kleinigkeiten geht, hat uns die Präzision gefehlt“, ärgerte sich die Tschechin.

Ausblick

Der VCW beendet seine vier Auswärtswochen am Stück am kommenden Samstag in Niederbayern. Dann steht ab 19:30 Uhr die Partie bei Aufsteiger NawaRo Straubing auf dem Programm.

DVV-Pokal Viertelfinale, Ergebnisse

Stuttgart –  Wiesbaden 3:0 / 75:56  (25:20 25:15 25:21)
Münster – Schwerin 0:3 / 48:75  (18:25 16:25 14:25)
Aachen – Suhl 3:2 / 117:112  (25:27 24:26 25:23 25:20 18:16)
Potsdam – Straubing 3:0 / 75:54  (25:23 25:13 25:18)

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