Wie geht es weiter mit der Spielstätte „Pariser Hof“? Wie steht es um die Entwürfe von  Künstlerin Monica Bonvicinis – Kunst im offenen Raum?

Vor zwei Monaten bereits hatte der neu gewählte Kulturbeirat von Wiesbaden Stellung bezogen und Eingriffe in künstlerisch-wissenschaftlich begründete Entscheide zur Errichtung von Kunstwerken an öffentlichen Bauten abgelehnt (Wir berichteten!). Um an der Stelle weiter zu machen und Klarheit zu verschaffen wurde zur zweiten Kulturbeiratssitzung am Mittwochabend Thomas Sante, Betriebsleiter der TriWiCon und Geschäftsführer der Rhein-MainHallen GmbH eingeladen.

Kunst im offenem Raum

Im Gespräch des Kulturbeirats mit Sante hat sich herausgestellt, dass das Verfahren um den Entwurf der Künstlerin Bonvicinis seitens der TriWiCon als beendet betrachtet wird. Als Grund führt Sante an, dass ein Baumschutzgutachten den vorgeschlagenen Standort ausschließt.

„Für die Debatte um ein prominentes Kunstwerk im öffentlichen Raum ist es nun wichtig, dass die Gespräche wieder aufgenommen werden.“ – Ernst Szebedits, Vorsitzender des Kulturbeirats

Für Wiesbadens Kulturbeirat ist die Sache jedoch keinesfalls abgeschlossen. Aus Sicht von Szebedits  wäre es bedauernswert, wenn wegen Formalitäten an dieser Stelle aus dem Prozess ausgestiegen würde. Der Kulturbeirat werde deswegen dem Kulturausschuss anraten, die Betriebskommission der TriWiCon aufzufordern in direkte Gespräche mit der Künstlerin zu gehen, „um das Kunstwerk doch noch zu realisieren.“ Darüberhinaus  werde der Kulturbeirat auch eigenständig an den Vorsitzenden der Betriebskommission herantreten.

Kulturausgaben hessischer Großstädte

Außerdem wurde im Kulturbeirat über die zukünftige Nutzung der Spielstätte „Pariser Hof“ beraten und Kulturschaffende für das Steuerungsgremium der Kulturentwicklungsplanung benannt.
Am Ende der Sitzung stellte Sebastian Schäfer, Mitglied des Kulturbeirats, seine Studie zur Kulturausgaben hessischer Großstädte vor. Die Ergebnisse werden im Kulturbeirat noch vertieft.

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