Die Hochschule Rhein Main wächst: Zu erste kommt ein neues Parkhaus. Danach ein Gebäude für Büros und PC-Pools, und ein Zweites für Hörsäle und Seminarräume großer Mensa.

Hochschule RheinMain erhält 85 Mio. Euro für Campusausbau

Heureka ist das Schlüsselwort. Das hessische Investitionsprogramm Heureka – Hochschul Entwicklungs- und Umbauprogramm:RundErneuerung, Konzentration und Ausbau von Forschung und Lehre in Hessen – beschreibt ein bauliches Gesamtkonzept für alle hessischen Hochschulstandorte. Sein Gesamtvolumen beträgt bis zum Jahr 2020 drei Milliarden Euro. 120 Millionen Euro davon erhält die Hochschule Rhein-Main, die damit in Wiesbaden den Campus Kurt-Schumacher-Ring am sukzessive ausbauen und erneuern wird.

„Wir freuen uns über diese Investition in unsere Hochschule. Sie ist ein wichtiger Schritt für die Entwicklung des Campus Kurt-Schumacher-Ring zum Wiesbadener Zentralcampus. Langfristig wird er der Wiesbadener Standort für alle Fachbereiche sein.“ – Prof. Dr. Detlev Reymann, Präsident der Hochschule RheinMain.

Nach den Sanierungen und Modernisierungen des Standorts Rüsselsheim in den vergangenen zehn Jahren sollen die Investitionen in den Wiesbadener Zentralcampus ein entscheidender Schritt sein, um die Attraktivität der Hochschule als Studienort und Arbeitgeber zu erhöhen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Um angemessene Bedingungen für Forschung und Lehre zu schaffen, dem starken Studierendenwachstum Rechnung zu tragen und eine gelingende Entwicklung der Hochschule Rhein-Main zu fördern, ist es zwingend notwendig, die Gebäude am Campus Kurt-Schumacher-Ring zu sanieren und mit Neubauten zu erweitern. Damit beginnt auch die sukzessive Aufgabe der Anmietungen an den weiteren Standorten in Wiesbaden und damit Einsparungen von Mietkosten, erklärt Martin Lommel, Kanzler der HSRM. Außerdem führe die Entwicklung des Campus Kurt-Schumacher-Ring zur einer verbesserten Wahrnehmung der Hochschule und Anbindung an den Stadtraum, so Lommel weiter.

„Der zentrale Standort fördert die Zusammenarbeit über Fachbereiche und Fächerkulturen hinweg, stärkt Kommunikation und Gemeinschaftsgefühl, ermöglicht insbesondere in Forschung und Lehre Synergien und eröffnet neue Entwicklungsspielräume. So wächst die Hochschule in einem ersten Schritt räumlich zusammen, in einem zweiten auch inhaltlich.“ – Prof. Dr. Detlev Reymann, Präsident der Hochschule RheinMain.

Mit ihrem Rahmenplan hat die Hochschule RheinMain ein umfassendes, mit allen Akteuren aus Stadt und Land abgestimmtes Gesamtkonzept für die bauliche Entwicklung des Standorts vorgelegt. Das Konzept wurde von der Stadtverordnetenversammlung im Juni 2019 einstimmig angenommen und wird nun in einen neuen Bebauungsplan überführt, der nach derzeitigem Stand 2021 rechtskräftig wird. In einem der ersten Schritte wird ein kompaktes Parkhaus errichtet. Dieses ersetzt die bestehende Parkpalette, wodurch Platz für neue Gebäude des Fachbereichs Wiesbaden Business School entsteht. Ein Haus wird im Wesentlichen Büros und PC-Pools beherbergen, das zweite als Hörsaal- und Seminargebäude mit großer Mensa dienen. Weiterhin werden mit den Mitteln die Gebäude A und D energetisch saniert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht, insbesondere im Bereich der IT-Infrastruktur.

„Ergänzt werden diese Planungen und Ziele hervorragend durch das neue Lehr- und Lernzentrum (LLZ), das aus den Mitteln des Hochschulpaktes 2020 HSP 2020 invest finanziert wird und das bis 2023 seinen Betrieb aufnehmen wird. Im selben Jahr soll auf dem Campus das neue Studierendenwohnheim mit Kita durch das Studentenwerk Frankfurt fertiggestellt werden.“ – Prof. Dr. Reymann, Präsident der Hochschule RheinMain.

Das hessische Hochschulbauprogramm Heureka gibt den Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Kunsthochschulen mit dem Volumen von rund 1,7 Milliarden Euro Planungssicherheit bis 2031. Dabei handelt es sich um eine Aufstockung des von 2021 bis 2026 laufenden Hochschulbauprogramms Heureka II um 250 Millionen Euro (Heureka II+) sowie um das Anschlussprogramm Heureka III mit weiteren 1,435 Milliarden Euro von 2027 bis 2031. Zusammen mit den seit 2008 aufgelegten Programmen Heureka I (bis 2020; 3 Milliarden Euro) und Heureka II (1 Milliarde Euro) wird damit ein Rekordvolumen von insgesamt rund 5,7 Milliarden Euro erreicht. Dass wir Heureka aufstocken und fortsetzen, ist eine bundesweit herausragende Entscheidung für Investitionen in die Hochschulen. Wir zwingen unsere Hochschulen nicht in Public-Private-Partnership- und Mietmodelle, sondern bieten ihnen langfristige verlässliche Rahmenbedingungen, damit sie in ihre Gebäude und damit in gute, zukunftsfähige Lehr- und Forschungsbedingungen investieren können, erklärt die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn. (Foto:  Campus Kurt-Schumacher-Ring in Wiesbaden. © Peter Sondermann)

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Die offizielle Internetseite der Hochschule Rhein Main finden Sie unter.

 

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