Es ist wie im vergangenen Jahr und eine gute Nachricht für Wiesbadens Familien. Kitas, Tagespflege, Horte und Grundschulkinderbetreuung werden im Juli beitragsfrei gestellt.

Beitragsfrei. Als pauschale Kompensation für die Einschränkungen der Betreuungszeiten während der Monate März, April und Mai erhebt die Stadt im Juli keine Beiträge für die Kinderbetreuung. Wie im vergangenen Jahr werden die Beiträge in Höhe der in der städtischen Satzung festgesetzten Beiträge erstattet. Auch beim Verpflegungsgeld ist vorgesehen, dass im Juli eine Entlastung bis zur Höhe des städtischen Verpflegungsbeitrages erfolgt.

„Wir haben die freien Träger bereits über das Vorgehen informiert und sind uns sicher, dass wir damit pragmatisch, unbürokratisch und familienfreundlich unterwegs sind.“ – Christoph Manjura, Sozialdezernent

Im Amt für Soziale Arbeit hat man sich für diesen Weg entschieden, weil andernfalls ein großer bürokratischer Aufwand nötig geworden wäre, um Anwesenheits- und Fehltage zu erfassen, Anträge zu prüfen und bearbeiten und schließlich die Beitragserstattungen einzeln passgenau anzuweisen – und unter Umständen in Korrekturschleifen erneut zu prüfen: ein riesiger Aufwand für alle Beteiligten. 

Wir befinden uns seit 15 Monaten in einer insbesondere für Familien und die Mitarbeitenden in Tagespflege, Kitas und Grundschulen, äußerst schwierigen und angespannten Situation.“ – Christoph Manjura, Sozialdezernent

In den zurückliegenden drei Monaten galt nahezu durchgehend der Appell des Landes Hessen, freiwillig auf die Inanspruchnahme der Kinderbetreuung zu verzichten. Aufgrund einer zeitweisen 7-Tage-Inzidenz über 165 waren die Einrichtungen mit Ausnahme einer Notbetreuung außerdem zwei Wochen komplett geschlossen. Aktuell befindet sich Wiesbaden im sogenannten Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen.

„Wir haben bei aller Notwendigkeit von verlässlichen Betreuungszeiten für die Ausübung des eigenen Berufs, der Pflege Angehöriger oder auch in Elternzeit mit einem Baby immer das gemeinsame Ziel formuliert, das Wohl aller Kinder in den Vordergrund zu stellen.“ – Christoph Manjura, Sozialdezernent

Die Eltern werden in den kommenden Tagen nochmals über die Modalitäten des beitragsfreien Julis informiert. Die dafür notwendigen Mittel in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro erfolgen über die anteilige Beteiligung des Landes Hessen an der viermonatigen Beitragsfreistellung in 2020 und den für die Monate Januar bis Mai für diesen Zweck in Aussicht gestellten Landesmittel.

Foto oben ©2020 Volker Watschounek 

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