In der letzten Nacht haben schwere Gewitter und orkanartige Windböen in Wiesbaden große Schäden angerichtet. Äste sind abgebrochen, Bäume entwurzelt und umgestürzt.

Nach und nach und nach zeigt sich das ganze Ausmaß des heftigen Sturms – nicht nur in den Straßen der Stadt, vor allem in den Freizeit- und Grünanlagen, in den Parks und im Stadtwald hat das Unwetter deutliche Spuren hinterlassen.

„Ich bin froh, dass niemand zu Schaden gekommen ist.“ – Andreas Kowol

In erster Linie gehe es jetzt darum, die Verkehrssicherheit wiederherzustellen. Alle betroffenen Bäume und Flächen, die nicht unmittelbar abgearbeitet werden können, bleiben vorübergehend abgesperrt, so der Dezernent weiter.

Friedhöfe und Stadtwald gesperrt

Aufgrund der aktuellen Situation und Wetterlage bleiben folgende Orte bis auf weiteres geschlossen: Tier- und Pflanzenpark Fasanerie; Abschnitte der Rheinwiesen; die Friedhöfe in Biebrich, Dotzheim und Naurod sowie der Nordfriedhof; dazu Teile des Stadtwalds.

Verhaltensregeln

Bei stürmischem Wetter sollte man sich im Interesse der eigenen Sicherheit nicht im Stadtwald aufhalten und Flächen mit Bäumen meiden – dazu zählen Parks, Grünflächen, Friedhöfe sowie Waldränder. Wegen des starken Astbruchs und nicht immer auf den Boden liegenden Ästen, wegen angebrochener Äste und angeschlagenen Bäumen, sollte ebenso in den ersen Tagen nach einem Sturmereignis Vorsicht walten. Überall dort, wo Bäume stehen, sollte man besonders achtsam sein.

Gemeldete Sturmschäden

Stadtgebiet Wiesbaden – betroffen sind der Innenstadtbereich rund um die Brita-Arena, die Reisinger-Anlagen und der Ortsbezirk Biebrich. Das Stadtgebiet wurde in Sonderkontrollbezirke aufgeteilt. Die Mitarbeiter des Grünflächenamtes sind überall in der Stadt im Einsatz, räumen auf und prüfen, ob beschädigte Bäume erhalten werden können oder gefällt werden müssen.

Tier- und Pflanzenpark Fasanerie – Im Tierpark sind zahlreiche Bäume umgestürzt und haben etliche Gehege beschädigt, unter anderem das Wisent-, das Hirsch-, das Wildschwein, das Luchs- und das Bärengehege. Im Wildschwein- und im Bärengehege hat der Sturm eine Schneise geschlagen – Bäume sind im Domino-Effekt umgestürzt. Die Mitarbeiter gehen davon aus, dass sich alle Tiere im Park befinden, prüfen aber dennoch sehr genau, ob Tiere entwichen sind.
Die drei Bären sind sicher im Bärenhaus. Einer der beiden Wölfe ist gestorben, er wurde höchstwahrscheinlich von einem umstürzenden Baum getötet.

Friedhöfe – auch auf den Friedhöfen in Biebrich, Dotzheim und Naurod sowie auf dem Nordfriedhof hat der Sturm Spuren hinterlassen. Auch wenn die genannten Friedhöfe bis auf weiteres geschlossen sind, werden die Mitarbeiter des Grünflächenamtes alles tun, damit bereits angemeldete Beisetzungen wie geplant stattfinden können.

Stadtwald – Das starke Gewitter und der Sturm haben vor allem im Westen starke Schäden angerichtet – auf sämtlichen Waldwegen liegen umgestürzte Bäume und Äste. Der Schwerpunkt liegt im Stadtwald in Frauenstein, Dotzheim und im Dambachtal sowie von der Platte in Richtung Süden. Im Stadtwald in Dotzheim hat ein umstürzender Baum die Schutzhütte des Kneippvereins zerstört. Auch der Bestattungswald Terra Levis ist betroffen.

„Die sturmerprobten Fachleute aus allen Bereichen des Grünflächenamts arbeiten Hand in Hand, so dass wir die Aufräumarbeiten zügig abwickeln können. Unser Dank gilt neben den ELW auch der Feuerwehr für die gute und reibungslose Zusammenarbeit.“ – Markus Patsch, kommissarischer Leiter des Grünflächenamts

Rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Grünflächen, Landwirtschaft und Forsten sind gemeinsam mit externen Baumpflegefirmen und sechs Hubsteigern im gesamten Stadtgebiet im Einsatz, um schnellstmöglich für Verkehrssicherheit zu sorgen. Durch Sonderkontrollen des Baumbestandes werden aktuell alle Schäden erfasst. In etlichen Baumkronen hängen noch Äste, die Baum für Baum entfernt werden müssen.

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