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Insekten auf Lehmböden

Studienausstellung: Leben aus Lehm

Lehm wird seit über 9000 Jahren zum Bau von Häusern verwendet. Doch der Mensch ist spät dran. Termiten beispielsweise nutzen das Material schon über 20 Millionen Jahre für den Bau ihrer Staaten. Die Studienausstellung gibt Einblicke in das Reich der Tiere.

Volker Watschounek 12 Monaten vor 1

Lehmböden treiben manchen Gärtner durch seine Struktur zur Verzweiflung. Insekten lieben diese Böden. 

Die Studienausstellung Leben aus Lehm im Museum Wiesbaden zeigt vom 19. März bis zum 17. September 2023 einen Querschnitt durch die Natur- und Kulturgeschichte des Lehmbaus. Dabei liege der ein Fokus auf dem Insektenreich, so die Kuratorin der Ausstellung, Lisa Schwarz.

Landesmuseum (Museum Wiesbaden), kurz gefasst

Studienausstellung Leben aus Lehm
Wann:19. März bis zum 17. September 2023
Wo: Hessisches Landesmuseum für Kunst und Kultur (Museum Wiesbaden), Friedrich-Ebert-Allee 2, 65185 Wiesbaden
Öffnungszeiten: dienstags und donnerstags 10:00 bis 20:00 Uhr, mittwochs und freitags 10:00 bis 17:00 Uhr, sonntags und Feiertage 10:00—18:00 Uhr,  montags geschlossen
Eintritt: Dauerausstellung* 6,— Euro (4,— Euro ermäßigt) | Sonderausstellung 10,00 Euro (7,— Euro ermäßigt)

Die Studienausstellung Leben aus Lehm knüpft an die Schau Doch die Käfer an und reiht sich damit in die Insektenausstellungen des Landesmuseum ein. Im steht dabei die Töpferwespe, ein eher unbekanntes Insekt, das sich selbst und seine Bauwerke zu verbergen vermag. Ein Großmodell macht diese für den Menschen meist verborgene Architektur erlebbar. Dazu reihen sich weitere Insektenmodelle sowie Originalbauten der Tiere wie verschiedene Nestanlagen von Bienen und Wespen.

„Betrachtet man die unterschiedlichen Bauwerke nebeneinander, stellt man fest, dass die Grundtechniken bei Mensch und Tier ähnlich sind.“ – Lisa Schwarz

Ebenfalls werden aus Lehm gefertigte Vogelnester oder Modelle von Lehmbauten des Menschen präsentiert: Eine traditionelle Wohnburg der Somba und eine Rekonstruktion der ältesten Großsiedlungen der Menschheitsgeschichte. Lehmziegel, oder auch ein Schaustück einer Stampflehmwand ergänzen den modernen Lehmbau.

Die Nutzung von reinem Ton zeigt eine Parallele zum Tierreich, sehen doch die Brutzellen der Töpferwespe wie Tonkrüge aus. Am Ton zeigt sich besonders die gestalterische Tätigkeit des Menschen. Von der Verzierung des Kochgeschirrs, filigranen Figurinen bis hin zu Geschichten, die auf Tontafeln festgehalten wurden.

„Das schichtweise Auftragen und Modellieren des Materials sowie Anreicherung, Magerung zur Stabilitätssteigerung und Verminderung der Rissbildung sind bei Mensch und Tier zu beobachten.“ – Lisa Schwarz

Lehmbau ist am weitesten verbreitet in heißen, regenarmen Regionen. In Folge des Klimawandels und vermehrt auftretender Trockenjahre schaffen es immer mehr fremdländische Arten, wie die Orientalische Mörtelwespe, ihre Lehmbauten auch in Deutschland erfolgreich über den Winter zu bringen.

„Lehm ist einer der ältesten genutzten Baustoffe der Welt. Er ist eine Mischung aus Gesteinen unterschiedlicher Korngröße: Sand, Schluff und Ton. Lehm entsteht durch die Verwitterung von Mineralen und speichert somit gut Nährstoffe und Wasser“ – Redaktion

Beim Ausstellungsrundgang wird das Material zunächst aus geologischer Sicht betrachtet und die Frage beantwortet, warum Lehm als Baumaterial geeignet ist. Von den Termiten zu den Bienen und Wespen und Vögeln werden die Bauwerke der Tiere dargestellt. Demgegenüber steht der Mensch, der Lehm in verschiedenster Weise als Baustoff und Gestaltungsmittel einsetzt. Eine kostenfreie Media Tour in der MuWi-App begleitet die Schau.

Katalog zur Ausstellung

Leben aus Lehm, Text von Lisa Schwarz et. al.,
ISBN 978–3–89258–141–3,
Herausgeber Museum WiesbadenPreis: 12,- Euro).

Foto oben ©2021 Museum Wiesbaden 

 

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Die Internetseite vom Museum Wiesbaden finden Sie unter museum-wiesbaden.de.

 

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.