Ein Schneemann ist eine Figur aus Schnee. Sie sollen wie Menschen aussehen, tun es aber selten. Sie sind ein Zeichen des Winters. Und aktuell stehen die Chancen zum Bauen gut.

Anfang der Woche war es dann auch in Wiesbaden soweit. Kaum war der erste Schnee gefallen, wurden draußen die ersten Kugeln gerollt und ein Schneemänner gebaut. Die meist freundlich dreinschauenden Gesellen gehören bei Familien mit Kindern zum Schneespaß einfach dazu. Aber warum sind solche Gebilde überhaupt möglich? Björn Goldhausen klärt auf.

„Frisch gefallene Schneekristalle sind locker miteinander verbunden. Durch Wasser, wie es zum Beispiel bei Temperaturen um 0 Grad noch vorhanden ist, wird die Luft aus den Hohlräumen zwischen dem Kristallgeäst verdrängt und die Kristalle werden enger miteinander verbunden.“ –  Björn Goldhausen, Meteorologe bei WetterOnline

Um einen Schneemann zu bauen, bedarf es neben einer guten Schneedecke auch Wasser. Jeder, der einmal einen Schneemann gebaut hat, weiß, wie die Schneekugel beim Rollen über eine Wiese immer größer wird. Manchmal hinterlässt die Kugel auch eine grüne Spur, weil einfach der gesamte Schnee an der Kugel haften bleibt. Die idealen Bedingungen für diese Haftung sind Temperaturen um den Gefrierpunkt und feuchte Luft. Für das nachhaltig und lange standhafte Leben eines Schneemanns ist es günstig, wenn es nach dem Bau ordentlich friert. So wird die Schneekunst regelrecht einzementiert.

„Das Wasser klebt die Schnee- bzw. Eiskristalle aneinander. Durch das Rollen und Drücken des Schnees wird die Luft aus dem Wirrwarr an Schneekristallen verdrängt.“ –  Björn Goldhausen, Meteorologe bei WetterOnline

Skulpturen aus Schnee finden schon in der Literatur des 16. Jahrhunderts Erwähnung. In einem Kinderliederbuch von Christian Felix Weiße taucht 1770 der Begriff Schneemann zum ersten Mal belegt auf. Mit einer veränderten Einstellung zum Winter, der nun nicht mehr vor allem entbehrungsreich war, wird auch die Abbildung von Wintermotiven in der Kunst immer freundlicher und heiterer. In Darstellungen des 19. Jahrhunderts findet man neben Schlittenfahrten und fröhlichen Schlittschuhläufern auch den freundlich blickenden Schneemann – so wie wir ihn bis heute kennen.

„Die Wassermoleküle binden sich so immer fester, da sie immer mehr Kontakt zu der Eisfläche bekommen. Die Kugel entsteht.“ –  Björn Goldhausen, Meteorologe bei WetterOnline

Wann die Bedingungen für einen Schneemann oder eine Schneefrau ideal sind, erfahren Sie auf www.wetteronline.de, mit der WetterOnline App oder durch einen Blick auf die neue Wetterstation wetteronline home.

Bauanleitung zum Schneemann

  1. Zuerst rollt Ihr die Kugeln:drei kleine Schneebälle, die Sie und Ihre Kinder gleichmässig durch den Schnee rollen. Einen für die Beine, einen für den Körper und einen für den Kopf. Damit alle Kugeln guten Halt finden, verstärken Sie die Verbindungsstellen satt mit Schnee.
    (Die dickste Kugel kommt nach unten, die kleinste Kugel nach oben. )
    Danach stapeln sie die Kugeln übereinander
  2. Jetzt wird das Gesicht gestaltet: Nüsse machen dem Schneemann schöne Augen. Es gehen auch Knöpfe aus der Knopfschatulle. Als Nase eignet sich eine Möhre. Mit kleinen Steinen oder einem Ast lässt sich ein lachender Mund gestalten.
  3. Lange Arme: Lassen Sie Ihre Kinder zwei lange Stöcke suchen, die an einem Ende jeweils kleine Verästelungen wie Finger haben. Diese Äste stecken Sie auf beide Seiten in die mittlere Schneekugel.
  4. Warme Kleidung, schließlich soll der Schneemann nicht frieren. Ein Eimer hält den Kopf warm wie eine Mütze. Eine alte Zipfelmütze sieht natürlich auch toll aus. Ein Schal schützt vor Erkältungen. Vielleicht findet Ihr ja auch noch alte Ohrenwärmer.

Wiesbadens Schneemänner und -frauen

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Wetterkapriolen, kommt jetzt der Schnee – Wetternachrichten lesen Sie hier.

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