Wiesbaden ist eine grüne Stadt. Rund 5.800 Hektar Wald zählen zum Stadtgebiet. Das entspricht einem gut einem Viertel der Stadtfläche.

Am 21. März ist Internationaler Tag des Waldes. Der Wald bietet Lebensraum für viele, teils bedrohte Tier- und Pflanzenarten und gilt deutschlandweit sowie für Wiesbaden als wichtiges Ökosystem – Wirtschafts- und Erholungsraum.

Hätten Sie  es gedacht?

Hessen ist mit 42 Prozent Waldfläche das waldreichstes Bundesland. Bei außergewöhnlichen Walderlebnissen können Besucher in diese spannende Welt eintauchen, mehr über sie erfahren und sich hier vom stressigen Alltag erholen.

Hessens Wälder erleben

Ein ganz besonderes Walderlebnis ermöglicht der einzige hessische Nationalpark Kellerwald-Edersee. Das „Reich der urigen Buchen“ ist einer der letzten großen und naturnahen Buchenwälder Mitteleuropas und gehört seit 2011 in Teilen zum UNESCO-Weltnaturerbe. Wildnis erleben, mit allen Sinnen lautet das Motto unter dem Besucher auf 19 Rundwanderwegen dieses einzigartige Gebiet erleben können. Am Tag des Waldes können bei der Führung Das Wesen des Waldes in der Dämmerung der nächtliche Nationalpark und nachtaktive Tiere entdeckt werden.

Bäume fällen

Einen Baum zu fällen, ist schwer. Doch der Moment, in dem der Stamm kippt, macht es zu einer unvergesslichen Erfahrung. Das Forstamt Frankenberg in der GrimmHeimat NordHessen ermöglicht Interessierten genau dieses Erlebnis. Auch ohne Vorkenntnisse stellen sie sich im Team der Herausforderung, mit historischen sowie modernen Werkzeugen einen Baum zu schlagen und lernen mehr über die positiven Auswirkungen einer nachhaltigen Holznutzung für das Klima.

Therapeutische Anwendung Wald

Der Wald kann aber auch leise und ein Heilort sein – das zeigen waldtherapeutische Angebote der Gesellschaft Mensch & Wald im Flörsbachtal. Urige Baumriesen, mächtige Eichen und Buchen, durchsetzt mit Fichten und Kiefern bilden das größte zusammenhängende Mischwaldgebiet Deutschlands im Naturpark Hessischer Spessart. Therapeutin Gabriele Skrock nutzt diese einzigartige Natur als einen individuellen Freiraum zur Erfrischung sowie Heilung für Körper und Geist. Wissenschaftliche Studien konnten den positiven Einfluss des Waldes nachweisen, der besonders ein wirksames Mittel gegen sogenannte Zivilisationskrankheiten, wie Bluthochdruck oder Depression, sein kann. Mit „Waldbädern“, „Heilwanderungen“ oder auch einer „kreativen WaldLustZeit“ sorgt die Waldtherapeutin für eine einzigartige Begegnung zwischen Mensch und Wald.

Naturpark-Taunus

Die Chance einer echten Wildkatze zu begegnen, ist eher gering. Sehr nah heran kommen große und kleine Tierfreunde jedoch auf dem Wildkatzen-Waldlehrpfad südlich von Ober-Mörlen im Naturpark Taunus. Hier können sie Sie spielerisch alles über den scheuen Waldbewohner erfahren, an einer sprechenden Bushaltestelle einem Gespräch zwischen Wildkatze, Baummarder und Fledermaus lauschen, wie Jäger lautlos über einen Barfußpfad schleichen oder die Abdrücke einer Wildkatze von denen einer Hauskatze unterscheiden. Mithilfe von zehn Stationen vermittelt der etwa sieben Kilometer lange Pfad Wissen über die Wildkatze und ihr Revier.

Auf den Spuren Asiens im Taunus

Sich mitten im Taunus wie in Asien fühlen – das erwartet die Besucher unter anderem im Arboretum Main-Taunus. Auf einem 76 Hektar großen, ehemaligen Feldflugplatz der deutschen Luftwaffe zwischen Schwalbach, Sulzbach und Eschborn entstand in den 1980er Jahren ein Anschauungs- und Lehrwald, in dem Besucher durch typische Waldformationen aus Mitteleuropa, Kleinasien, Japan, dem Himalaja, China und Nordamerika spazieren können. Das Arboretum ist frei zugänglich. Das ganze Jahr über finden zudem Führungen, Vorträge oder auch Ausstellungen statt.

Frau-Holle-Land

Und wem ein Tagestrip in den Wald nicht genug ist, der kann in Robin’s Nest bei Witzenhausen im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land sogar in den Bäumen nächtigen. Insgesamt verfügt das Baumhotel über drei Baumhäuser und Deutschlands erste Baumhauskugel in bis zu sieben Metern Höhe sowie ein Stelzenhaus und einige Baumzelte. Am Qualitätswanderweg Werra-Burgen-Steig gelegen, ist Robin’s Nest auch für Wanderer ein ideales Übernachtungsziel.

Wiesbadener Walderlebnis

Nicht nur Hessenweit gibt es im Wald viel zu erleben. Auch Wiesbadens Stadtwald bietet seinen Bürgern eine große Vielfalt viele Möglichkeiten für Erleben und Erholung. Dazu izählen spezielle Sport-Angebote – wer mag, kann etwa seine Runden auf der Finnenbahn oder Kilsloch drehen oder auch den sehr gut gepflegten Waldsportpfad Rambach erproben. Kletterfreunden bietet der Kletterwald am Neroberg eine Menge Spaß. Am Neroberg lädt der Walderlebnis-Pfad Wiesbadener auch dazu ein, auf Entdeckungstour zu gehen. Und wer sich für Räubergeschichten interessiert, dem ist die Leichtweishöhle empfohlen. Dort erzählen Mitarbeiter gerne die Geschichte von „Räuber Leichtweiß.

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