Hildegard Knef hatte keine Schwester. Irmgard ist also fiktiv und ein theatralisches, dramatisches Phantasieprodukt. Doch:  Irmgard Knef ist ein(e) Cross-Over- Künstler(in).

Das brisanteste Fundstück der deutschen Unterhaltungsgeschichte nennt sie DER SPIEGEL. Ein Off-Ereignis, wie man es nur alle Jubeljahre erlebt, sieht DIE WELT. Ein grandioser Abend, urteilt DIE ZEIT über das musikalisch-kabarettistisches Bünensolo aus der Perspektive der verkannten, verleugneten und zu kurz gekommenen Zwillingsschwester von Hildegard Knef.

thalhaus, kurz gefasst

Kabarett – „Heute Abend: Irmgard Knef“
Wann: Freitag, 5. Oktober 2018, 20:00 Uhr
Wo: thalhaus, Nerotal 18, 65193 Wiesbaden (Karte / Navigation)
Eintritt: 22,00 Euro im Vorverkauf und 17,00 Euro ermäßigt, an der Abendkasse 24,00 und 19,00 Euro

Irmgard Knef – die wunderbare Kleinkunst-Erfindung des Berliner Kabarettisten, Autors und Schauspielers Ulrich Michael Heissig – ausgezeichnet mit dem Deutschen Kabarettpreis/Sonderpreis 2004, präsentiert ihrem Publikum brandneue, groovige Songs voller Swing und Jazz und Highlights aus ihren Soloprogrammen. Dabei spannt sie den Bogen von Schubert bis Gershwin und Jobim, und demonstriert eindrucksvoll ihre enorme musikalische Bandbreite.

Aus dem Nähkästchen

Aus ihrem privaten Nähkästchen plaudert sie immer wieder haarsträubende Geschichten aus und erzählt unglaubliche Anekdoten aus einem bewegten Künstlerinnendasein. Geschichten einer Karriere, die Jahrzehnte lang steil nach unten ging. Mit ihren prägnant-komischen, aber auch lakonisch- nachdenklichen Texten beweist sich Knef als grandiose Entertainerin, schlagfertige Vertreterin des „alten Europa“ und – als „echte“ Knef: Eine Kämpfernatur. Lakonisch

Zur Person Irmgard Knef

Sie ist die zehn Minuten jüngere, Zwillingsschwester von Hildegard Knef, also Jahrgang 1925, geboren am 28.12. in Ulm. Nach einer gemeinsamen Jugend in Berlin, einer kurzen gemeinsamen Zeit als Kinderstars trennen sich nach dem Krieg die Wege der Schwestern. Mit dem Auftauchen der jüngeren und erfolgreichen Kessler-Zwillinge scheint eine weitere gemeinsame Karriere als Showzwilling wenig Aussicht auf Erfolg zu haben und so entschließt sich Hildegard Knef, 1948 für eine Solokarriere, verlässt mit Deutschland auch ihre Schwester und versucht ihr Glück in Hollywood. Der Kontakt zwischen den Schwestern bricht ab. Irmgard bleibt in Berlin und versucht- vielseitig wie Hildegard – ihr Glück als Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin und Schriftstellerin.

Angelehnt aber nicht gleich

Bei Irmgard heißt es nicht „Aber schön war es doch“ sondern „Ja so schön war das nicht“ und statt des Wunschbefehls „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ heißt es bei Irmgard augenzwinkernd larmoyant „Auch ich wollt Autogramme geben..“ Ihre Lebensbeichte nach dem Motto „Das war nicht mein Leben“ wurde- von ihr völlig beabsichtigt- nahezu einhellig als große Hommage an Hildegard Knef verstanden. Mit ihren weiteren Soloabenden, die Themen wie Politik, Religion, Alter, Sex und Alltag nicht auslassen emanzipierte sich Irmgard thematisch immer mehr von ihrer Schwester.

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