Die Salzbachtalbrücke wird seit dem der Baufehler im Januar 2019 festgestellt wurde, in einem 24-Stunden-Monitoring überwacht. Im Mai hatten die Messinstrumente an der in Richtung Frankfurt führenden südlichen Brückenhälfte mehrere Auffälligkeiten gemeldet. Eine Überprüfung vor Ort die Auffälligkeiten bestätigt, sodass Hessen Mobil die Brücke auf Anraten von Experten für den Lkw-Verkehr gesperrt hat.

„Es handelt sich hierbei um einen zeitlich begrenzten Zeitraum. Der Verkehr wird noch im Laufe der Sommermonate komplett auf die nördliche Brückenhälfte verlegt werden. Dort stehen dann wieder drei Fahrstreifen zur Verfügung. Auch der Lkw-Verkehr wird dann wieder rollen.“ –  Heiko Durth, Abteilungsleiter Bau von Hessen Mobil

Um sicherzustellen, dass keine LKWs über die Brücke fahren, führt die Polizei seit Freitag im Bereich der Salzbachtalbrücke verstärkt Kontrollen durch. Die aktuell betroffene Seite (südliche Brückenhälfte) wird im Laufe des Jahres abgebrochen und an gleicher Stelle neu gebaut.

Vorbei an der Salzbachtalbrücke

Es sind Umleitungen für den Schwerverkehr ab dem Schiersteiner Kreuz über die A 643 zum Autobahndreieck Mainz über die A 60 zum Rüsselsheimer Dreieck sowie über die A 67 zum Mönchhofdreieck eingerichtet. Die Umleitungen beziehen sich auf das Autobahnnetz. Selbstverständlich steht Hessen Mobil in engem Kontakt mit der Stadt Wiesbaden.

Hintergrund

Bis jetzt gab es in Fahrtrichtung Rüdesheim einen Fahrstreifen – in Fahrtrichtung Frankfurt zwei Fahrstreifen. Diese waren auch für den Schwerverkehr nutzbar. Die bisherigen Lkw-Umleitungen waren lediglich Empfehlungen. Ab sofort werden sie in Fahrtrichtung Frankfurt verpflichtend vorgegeben. Ab Sommer soll der Verkehr auf die nördliche Brückenhälfte verlegt und eine Wechselverkehrsführung eingerichtet werden.

Der nördliche Überbau wurde im vergangenen Jahr verstärkt, mit dem Ziel drei Fahrstreifen aufzunehmen, damit die südliche Brückenhälfte abgebrochen und neu gebaut werden kann. Im Zuge dieser Verstärkungsmaßnahmen hat die auszuführende Baufirma die Spannglieder angebohrt. Direkt nach dem Bauunfall stand jeweils nur ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung zur Verfügung. Mitte Februar kam in Fahrtrichtung Frankfurt ein weiterer hinzu. Dieser wurde heute wieder weggenommen.

Im Sommer verstärkt die Baufirma den nördlichen Überbau mit Stahlbändern. Damit kann die ursprüngliche Planung, wie vor dem Bauunfall, umgesetzt werden.

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