Es ist nicht das erste Mal das Menschen dort leben. Im Rahmen der Erschließungsarbeiten wurden Archäologen fündig. Demnach lebten schon in der Jungsteinzeit Menschen in dem Gebiet: in Bierstadt-Nord.

Wir erinnern uns an die 250-Kilogramm-Bombe aus dem zweiten Weltkrieg (Wir berichteten). An die archäologischen Funde. An so manchen Stopp – und an den Beginn der Corona-Pandemie. Alle dem zum Trotz ist die Erschließung des Neubaugebiets Bierstadt-Nord deutlich schneller vorangekommen als gedacht. Das heißt, es neben der baulichen Vorbereitung inklusive aller Kanäle, Gas- Wasser- und Stromleitungen, digitaler Infrastruktur mit Glasfaser und Erschließungsstraßen wurden auch alle gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen nach archäologischen Funden und Kampfmitteln bereits abgearbeitet. Damit können die Arbeiten für den Hochbau im neuen Stadtteil jetzt beginnen.

„Gerade, weil wir auch mit Sonderereignissen wie der Entschärfung einer 250-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg und weiterer 1560 Kampfmittelverdachtspunkten, die einzeln freigelegt wurden, und einer ungewöhnlich hohen Dichte archäologischer Funde der Michelsberger Kultur umgehen mussten, sind wir sehr zufrieden mit dem Bauverlauf.“ – Jan Schöffner, Tiefbau- und Vermessungsamt

In dem von Thomas Schüler Architekten Stadtplaner, Düsseldorf, und Faktor Grün Landschaftsarchitekten BDLA, Freiburg, konzipierten Areal soll ein lebendiges Viertel mit einer zentralen Grünfläche und abwechslungsreicher Bebauung entstehen. Der Bebauungsplan sieht eine Dichte von 30 Wohneinheiten pro Hektar vor. Dies entspricht einer Gesamtzahl von rund 400 Wohneinheiten. Rund zwei Drittel der Wohneinheiten sollen aus Einfamilienhäusern (freistehende Einzelhäuser, Doppelhäuser und Reihenhäuser) bestehen, das restliche Drittel der Wohneinheiten aus Geschosswohnungsbau mit zirka 60 öffentlich geförderten Wohnungen.

„Wir mit dem Bauprojekt auch eine Kanalverbindung in das Aukammtal und in diesem Zusammenhang einen neuen Schutz vor Starkregen für Bierstadt realisiert.“ – Stadtrat Andreas Kowol

Der Dezernatsleiter Andreas Kowol, in dessen Dezernatszuständigkeit das Tiefbau- und Vermessungsamt fällt, ist stolz, dass die komplexe Dienstleistung der Baugebietserschließung und die vorangehenden Verhandlungen mit den Bodeneigentümer komplett in städtischer Hand geleistet wurden: Für diese tolle Arbeit bedanke ich mich bei Amtsleiterin Frau Dr. Beckefeld und ihren Mitarbeitern ausdrücklich. Es ist ein sehr gutes Zeichen, dass wir eine Erschließung wie Bierstadt Nord komplett in städtischer Leitung durchführen können. Das macht uns als Kommune unabhängiger von der Expertise am Markt und sorgt durch die innerstädtische Vernetzung auch für bessere Ergebnisse.

„Wir haben den Zeitplan übertreffen und den Kostenrahmen eingehalten. Damit wir auch schnell den neuen Wohnraum in der Stadt realisieren können, können jetzt die Eigentümer und die Bauherren aktiv werden.“ – Dr. Petra Beckefeld.

Um den Abschluss der Erschließung zu feiern und gleichzeitig den offiziellen Startschuss für Eigentümer und Investoren zu geben, plant das Tiefbau- und Vermessungsamt der Landeshauptstadt am Mittwoch, 30. September, eine Informationsveranstaltung an der neuen Kreuzung Eisenacher Straße / Speierlingstraße im Baugebiet.

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Kontinuierliche Informationen zum Bauverlauf gibt es auf der Internetseite unter www.wiesbaden.de

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