Im Zweiten Weltkriegs wurden über Wiesbaden viele Bomben abgeworfen. Nicht alle sind detoniert. Wie viele Blindgänger in den Böden Schlummer – weiß keiner.

Während der Sondierungsarbeiten für das geplante Wohngebiet Bierstadt-Nord wurde am Dienstag in Wiesbaden eine 250 Kilogramm schwere Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Unter der Leitung der Wiesbadener Feuerwehr ist die Entschärfung der Bombe für Donnerstagabend 19:00 Uhr geplant. Bis dahin muss das Gebiet rund um die Fundstelle weiträumig evakuiert werden. Vor Beginn der Entschärfung, wird die Wiesbadener Polizei sicher stellen, ob das Gebiet auch wirklich menschenleer ist. Eine Rückkehr ist erst gestattet, wenn die Weltkriegsbombe entschärft und die Gefahr einer Detonation nicht mehr gegeben ist.

Bürgertelefon

Die Bewohner des zu evakuierenden Bereiches (Bild unten) sind aufgefordert ihre Wohnungen und Häuser bis Donnerstagnachmittag  zu verlassen. Eingeschränkt gehfähige oder nicht mobile Personen, die in diesem Bereich wohnen und einen Transport zu den Betreuungsstellen oder eine Verlegung in eine Klinik benötigen, sollten sich beim Bürgertelefon melden. Das Bürgertelefon ist von Donnerstagmorgen ab 6:00 Uhr unter der Nummer (0611) 319090 erreichbar. Als Betreuungsstelle steht die Theodor-Fliedner-Schule zur Verfügung.

Weltkriegsbombe @2019 Geoprortal Wiesbaden

Weltkriegsbombe @2019 Geoprortal Wiesbaden

B455 gesperrt

Wie lange die Evakuierungsmaßnahme und der Entschärfung dauern wird, ist aktuell noch nicht abzuschätzen; es ist aber vorgesehen, die Maßnahme am Abend des 11. April abzuschließen. Die Bundesstraße 455 ist am Donnerstag ab 18 Uhr voll gesperrt.

Hinweis der Wiesbadener Polizei

Für die Dauer der Einsatzmaßnahmen wird auch das 4. Polizeirevier im Dresdner Ring in Wiesbaden-Bierstadt geräumt. In diesem Zeitraum ist das 4. Polizeirevier nicht besetzt. Streifenfahrten werden jedoch während der gesamten Einsatzdauer, auch im Evakuierungsbereich, stattfinden. Weiterhin ist eine telefonische Erreichbarkeit unter der gewohnten Telefonnummer (0611) 345-2440 gegeben. In dringenden Notfällen kontaktieren Sie wie immer den Notruf 110.  Symbolfoto: Kriegsbombe ©2019 Paul Marx, Pixelio.de

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