CBD kann Stimmung und Wohlbefinden verbessern und akut gegen bestimmte Krankheiten eingesetzt werden. Die Wirkung ist erstaunlich ganzheitlich.

Cannabidiol (CBD) ist buchstäblich in aller Munde. Egal, ob im Internet oder in traditionellen Printmedien oder an Schaufenstern in der Wiesbadener Innenstadt: Überall stößt man auf CBD-Produkte, die in den schillerndsten Farben angepriesen werden. Die Nachfrage ist entsprechend hoch. Gründe muss es also geben, dass die CBD-Produkte zurzeit weggehen wie warme Semmel. Wie wirkt CBD auf den Organismus? Gegen welche Krankheiten kann es helfen? Welche Vorteile können Konsumenten erhoffen? Wir nehmen uns den Fragen an.

CBD – was ist das überhaupt?

CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol. Es ist aus gesundheitlicher Sicht das potenteste der über 120 Cannabinoide, die inzwischen in der Hanfpflanze entdeckt worden sind. Als direkter Gegenspieler von THC, das dort dämpft, wo THC aktiviert, verursacht CBD keine halluzinogenen und berauschenden Effekte. Auch die WHO stuft CBD als unbedenklich ein. CBD ist in den EU-Staaten inzwischen legalisiert, wobei sich die Grenzwerte für den THC-Gehalt von Mitgliedsland zu Mitgliedsland geringfügig voneinander unterscheiden können. In Deutschland dürfen bis zu 0,2 Prozent an Restspuren von THC enthalten sein, damit die CBD-Produkte von Anbietern verkauft werden dürfen.

Die Zukunft ist grün

Nach Schätzungen der Betreiber des Online-Shops Zamnesia steht die Nachfrageexplosion für CBD-Produkte im Kontext einer Rückbesinnung auf die Schätze dieser Erde. Die Verwundbarkeit unseres Planeten wird durch immer neue Naturkatastrophen für jeden Bewohner offenbar. Wachstumsideologie und Wegwerfgesellschaft stehen zunehmend auf dem Prüfstand. Naturprodukte werden gegenüber chemischen Industrieprodukten stärker bevorzugt und die Green City ist das Ideal unserer Zeit.

Die Gegenwart wird also grüner und die Zukunft soll vollständig grün werden; das markante Grün der Hanfpflanze ist mehr als ein Symbol. Darüber hinaus bietet Hanf ökologische Lösungen an wie die Substitution von Holz in der Papierherstellung, die Substitution von Baumwolle in der Textilwirtschaft und in Form der nahrhaften Hanfsamen eine Alternative zu ökologisch bedenklichen Fleischprodukten.

Hanf – eine traditionelle Heilpflanze

Zurück zur Natur – das gilt auch für die Medizin. Hier steht die Hanfpflanze für die Heilkraft der Natur im Gegensatz zu synthetisch hergestellten Medikamenten. Vor der Verdammung von Hanfprodukten im Zuge des von den USA verkündeten „war on drugs“ im 20. Jahrhundert, der von der Staatengemeinschaft weitgehend übernommen wurde, war die Hanfpflanze überall auf der Welt verbreitet. Das anspruchslose Gewächs gedieh in allen Klimazonen und besaß einst eine wichtige Rolle in der Nahrungsmittelversorgung sowie in der Medizin. In nahezu allen Kulturen wurde Hanf als Medizin geschätzt und eine Heilwirkung für zahlreiche Erkrankungen in den Lehrbüchern festgehalten.

Ein Bionetzwerk benannt nach der Hanfpflanze

Heute ist mit dem Endocannabinoid-System sogar ein ganzes Bionetzwerk nach den Cannabinoiden der Hanfpflanze benannt worden. Der israelische Mediziner Raphael Mechoulam leistete hierbei wertvolle Pionierarbeit. Immer wieder spricht er die Steine an, die ihm von der internationalen Medizin bei seinen Forschungen in den Weg gelegt wurden. Lange Zeit durfte überhaupt nicht mehr an der Hanfpflanze geforscht werden, weil die gegen Drogen gerichteten Restriktionen die medizinische Nutzung und Erforschung von rauscherzeugenden Substanzen strikt untersagten.

Das Endocannabinoid-System (ECS) ist sogar das größte Bionetzwerk des Menschen sowie von Säugetieren. Es erstreckt sich über das Zentrale Nervensystem sowie weite Teile des Peripheren Nervensystems unter Einschluss der wichtigsten Körperorgane. Grundlegende kognitive, seelische und körperliche Vorgänge sind mit dem ECS verbunden. Das ECS moduliert den Appetit, Stoffwechsel, Herzkreislauf und Schlaf; die Körpertemperatur, Motorik und Zellkommunikation sowie das Schmerzempfinden, Gedächtnis, Lernverhalten und Immunsystem.

Aufbau von Neurotransmittern

Neurotransmitter sind Botenstoffe, die vor allem aufgrund ihrer positiven Wirkung auf die Stimmung bekannt sind. Dabei sind sie gleichermaßen auch für körperliche Funktionen wichtig, was die Einheit von Körper und Seele in der traditionellen Heilkunde nicht christlicher Länder erklären würde. Beispielsweise ist der Botenstoff Dopamin gleichermaßen für Motivation und Bewegung zuständig. Das Christentum hingegen betont die Trennung von Körper und Geist, was zu starken Rückkopplungseffekten auch auf eigentlich wissenschaftliche Bereiche wie die Medizin beigetragen hat und die bis heute nachwirken. Was den Aufbau von Neurotransmittern angeht, so ist die Wirkung von CBD ebenfalls grundlegend.

Cannabidiol unterstützt nämlich die Bildung von wichtigen Botenstoffen wie Serotonin, Dopamin, Melatonin, Acetylcholin, Glutamat und die Aminobuttersäure (GABA). Studien belegen die Heilwirkung von CBD gegen chronische Schmerzen, Nervenerkrankungen, Entzündungen, Krämpfe, Depressionen, Ängste, Zwänge, Epilepsie und das Posttraumatische Belastungssyndrom. Insgesamt lässt sich CBD für ein besseres Wohlempfinden sowie akut gegen konkrete Krankheitsbilder einnehmen, die in einer Beziehung zu einem möglichen Mangelzustand körpereigener Cannabinoide stehen.

Cannabis, Hanf ©2021 Pixbay 

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Eine ausführliche Erläuterung zu Cannabidiol finden Sie unter www.pharmawiki.ch.

 

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