Das Ensemble aus Kolonnaden, Kurhaus und Hessischem Staatstheater ist beeindruckend. Und wenn sich das Bowling Green in der Mitte in eine ausverkaufte Konzertarena verwandelt – auf der Bühne internationale Stars wie Sting oder Simple Minds auftreten – fasziniert dies umso mehr. Für diejenigen, die aber Wert auf Stil und Etikette legen, ist das nichts im Vergleich zu den voll besetzten Rängen im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters.

Wiener Klassiker

Wer am 1. Januar eines jeden Jahres im Hessisches Staatstheater Platz nehmen möchte, dem ist anzuraten, sich möglichst zeitig um entsprechende Karten zu kümmern. Zur Belohnung erhält der Besucher im Großen Haus nicht nur einen musikalischen Eindruck vom Neujahrskonzert und den Wiener Klassikern in der Wiener Staatsoper. Raum und Gestalt geben den Besuchern am 1. Januar in Wiesbaden auch eine kleinere Illusion vom Wiener Hoftheater, das von den Habsburgern, vergleichsweise spät, 1869 errichtet und eröffnet wurde.

Neujahrskonzert im Hessischen Staatstheater im ausverkauften Großen Haus. © Volker Watschounek

Neujahrskonzert im Hessischen Staatstheater im ausverkauften Großen Haus. © Volker Watschounek

Hessisches Staatstheater

Bereits 1827 wurde das Hessische Staatstheater als herzogliches Hoftheater eröffnet. Ende des 19 Jahrhunderts wurde das Haus dem Wiesbadener Adel seinen Gästen zu klein. Auf Initiative von Kaiser Wilhelm II. wurde ein neues Theater als Neues königliches Hoftheater unterstützt. Im Anschluss an einen kleinen Architekturwettbewerb, an dem neben Manfred Semper, und auch Professor Georg Frentzen aus Aachen teilnahmen, erhielten die damals in ganz Europa bekannten Wiener Theaterarchitekten Ferdinand Fellner d. J. und Hermann Helmer Zuschlag. Sie erbauten das Gebäude im Stil des Neobarocks in der Zeit von 1892 bis 1894 für 1,8 Mio. Goldmark. Vorbilder für das königliche Hoftheater waren die Theater in Prag, Wien und Zürich. Am 16. Oktober 1894 wurde das neue Haus nach nur 22 Monaten Bauzeit im Beisein des Kaisers feierlich eröffnet.

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