Ein Spaziergang durch den Stadtwald, Sonne, Vogelgezwitscher. Immer häufiger ist der Anblick getrübt, sind Bänke zersägt, mit Graffiti gesprüht, junge Pflanzen platt getrampelt oder aus dem Boden gerissen.

Kaum eine andere deutsche Großstadt wartet mit so viel Stadtgrün auf wie Wiesbaden: Innerhalb der Stadtgrenzen nimmt der stadteigene Wald mit 4200 Hektar nahezu ein Viertel der Fläche ein, Grünflächen machen etwa 370 Hektar aus. Davon entfallen alleine 130 Hektar auf öffentliche Parks und Grünanlagen – Flächen, die von den Angestellten des Grünflächenamtes jeden Tag mit unermüdlichen Einsatz und großem Engagement gepflegt und unterhalten werden. Dazu zählen auch Bänke und Schutzhütten. Den Wert wissen aber nicht alle zu schätzen. Die Leiterin des Wiesbadener Grünflächenamtes beklagt, dass immer mehr Personen dazu neigen, diese Einrichtungen in einem bisher noch nicht gekannten Ausmaß zu zerstören. Der jährlich finanzielle Schaden ist enorm.

„Alle diese Einrichtungen dienen der Allgemeinheit, werden viel und gerne genutzt und mit Steuergeldern unterhalten.“ – Gabriele Wolters, Leiterin Grünflüchenamt

Am letzten Märzwochenende sind beispielsweise Unbekannte in die Gärtnerunterkunft in der Richard-Wagner-Anlage eingebrochen. Dort wurde durch die Vandalen nicht nur ein erheblicher Sachschaden verursacht, sondern auch Werkzeuge und Materialien gestohlen. Bereits zuvor waren dort hochwertige Pflanzen gestohlen  worden. Der Schaden wird auf mehrere Tausend Euro geschätzt.

„Vandalismus und zerstörerischer Aktionismus zeugen nicht nur von mangelndem Respekt im Umgang mit der Natur, sondern auch von Ignoranz gegenüber den Mitmenschen.“ – Gabriele Wolters, Leiterin Grünflüchenamt

Auch im Wald kommt es vermehrt zu Vandalismus. Unter anderem wurden einzelne Stationen des Walderlebnispfades regelrecht vernichtet, – beispielsweise die Schaugläser mit seltenen Käferarten im Bereich des Nerobergs. Ein ganz anderes Problem, bei dem sich viele gleich selbst hinterfragen müssen, sind die zunehmenden Müllablagerungen im Wald: achtlos entsorgte Papiertüten, Getränkeflaschen, Kaugummis … Dazu kommt, dass sich Sprayer nicht mehr damit zufriedengeben, Betonwände mit ihren Graffitis zu beschmutzen. Nein, im Bereich Dambachtal gibt es fast keine denkmalgeschützten Schutzhütten mehr, die nicht beschmiert ist.

Hilfe!

Das Grünflächenamt bittet um Mithilfe. Bürgerinnen und Bürger, die etwas beobachtet haben, sollten sich mit entsprechenden sachdienlichen Hinweisen an die Polizei wenden.

Symbolfoto: Igor Ovsyannykov auf Pixabay

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Die offizielle Internetseite vom Grünflächenamt finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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