Unternehmer, Ehrenamtliche, das Amt für Soziale Arbeit: Schnell haben sie den Ernst der Lage erkannt und gehandelt. Ihr Projekt heißt: „Lebensmitteltüten in die Stadtteile“: für bedürftige Familien.

Rückblick: Die Wiesbadener Tafel musste ihren Betrieb ebenso wie der Brotkorb AKK oder Kolpings Speisekammer in Biebrich  zum Schutz der Ehrenamtlichen aber auch der Nutzer einstellen. Damit ist diese Möglichkeit, sich mit Lebensmitteln zu versorgen, für über 3000 Wiesbadener weggefallen. Abhilfe schafft hier die Aktion Lebensmitteltüten in die Stadtteile. Durch das Zusammenwirken von Unternehmen und ehrenamtlichen Helfern wird so seit Ende März die Versorgung von Hilfsbedürftigen in Wiesbaden sicher gestellt.

„Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, Unterstützern wie Zuwendenden, die aktuell alles daran setzen, um arme Haushalte, Alleinstehende, wie Familien in der Krisenzeit mit Lebensmitteln zu versorgen.“ – Sozialdezernent Christoph Manjura

Die Tafel und befreundete Unternehmen stellen ihre Ressourcen und Logistik zur Verfügung. Ehrenamtliche der Wiesbadener Kirchengemeinden unterstützen, packen Tüten und kümmern sich um deren Verteilung. Das Amt für Soziale Arbeit fungiert als Schnittstelle zwischen Tafel, Ehrenamtlichen und den Einrichtungen. Taxiunternehmer und Ehrenamtliche der BauHausWerkstätten stellen ihre Fahrzeuge zur Verfügung. Im wechselnden Turnus fahren sie die Einrichtungen der Stadtteilsozialarbeit an. Diese und ihr Netzwerk verteilen die Lebensmitteltüten zielgerichtet, aufsuchend und diskret. Montags bis freitags werden so täglich rund 60 bis 70 Lebensmitteltüten in acht Stadtteilen verteilt.

„In der schwierigen Situation stehen wir vor großen Herausforderungen. Besonders betroffen sind Familien und Haushalte mit geringem Einkommen, denen es immer schwerer fällt, günstige Produkte einzukaufen.“ – Sozialdezernent Christoph Manjura

Wer durch die Supermärkte streift sieht immer noch leere Regale. Nudeln, Mehl, Hefe – Toilettenpapier, Taschentücher und Haushaltstücher sind ausverkauft. Das Zeigt, ‚Hamsterkäufe‘ sind noch verbreitet – und die für viele so wichtigen preisgünstigen Produkte schnell ausverkauft. Solidarität gibt es nicht! Menschen mit geringem Einkommen sind die Leidtragenden. Sie sind nicht in der Lage, günstige Lebensmittel in großen Mengen zu kaufen und müssen auf teurere Produkte ausweichen. Genau hier setzen die Lebensmitteltüten an. Danke!

Die Maßnahme läuft vorerst bis Sonntag, 19. April, und soll gegebenenfalls verlängert werden. Wenn Sie ebenso Bedarf anmelden möchten, wenn Sie sich bitte an das Sozialamt der Stadt Wiesbaden: Telefon 0611 31-2222.

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Die offizielle Internetseite vom Sozialamt der Stadt Wiesbaden finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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