Der Valentinstag ist in Deutschland ein kommerzielles Ereignis geworden. Als Tag ist er vor allem bei den Floristen beliebt. Verliebte schenken sich Blumen und versprechen sich ihre Liebe neu.

Es müssen keine großen Geschenke sein. Für viele Menschen zählt vor allem die gemeinsam verbrachte Zeit. Die Zeit, die man an diesem Tag miteinander verbringt ist häufig wichtiger als materielle Dinge. Da dürfen Verliebte auch mal was wagen. In den letzten Jahren hat etwa die Kletterhalle Nordwand zum Valentins-Kletter-Special eingeladen und versprach allen Paaren: Einmal zahlen, zweimal beim Klettern und Bouldern freuen. Auch sehr beliebt sind Karten fürs Pfingstturnier. Das Dauer zwar noch ein wenig, doch die ersten Tickets als Valentin-Special werden bereits angeboten.

Cand-Light Dinner oder Theater

Der Klassiker: Ein Essen zu zweit bei Kerzenschein. Da gibt es in der Landeshauptstadt – mit kleinem sowie mit großem Budget –  jede Menge Möglichkeiten, den Donnerstagabend gemeinsam ausklingen zu lassen. Und auch kulturell wird am Valentinstag in Wiesbaden  viel geboten: Im Gabi Theater gibt es den Beziehungscoach, im Hessischen Staatstheater das Musical Du bist in Ordnung Charlie Brown, im Thalhaus Theater Blind Date mit dem Improtheater – Für Garderobe keine Haftung oder im Kuenstlerhaus den Chansonabend In der Bar zum Krokodil mit Sabine Gramenz.

Last-Minute-Geschenke zum Valentinstag

Pralinen, eine Tafel Schokolade oder Blumen von der Tankstelle sind keine Lösung – und am Schluss aber nicht anders geht, sollten Sie versuchen, Ihre Geschenke durch eine persönliche Note aufzupeppen. Versuchen Sie die Pralinen liebevoll zu verpacken. Schreiben Sie auf die einzelnen Merci-Riegel aufmerksame Worte. Stellen Sie die Blumen in eine schöne Vase. Schaffen Sie mit Kerzen eine schöne Atmosphäre. Stellen Sie sich an den Kochherd und zaubern Sie ein Menü: Etwas Selbstgemachtes kommt meistens gut an.

International

Etwas Süßes für die Liebenden: In Japan schenken Frauen ihre Ehemänner, männliche Kollegen und Chefs am 14. Februar Schokolade. Einen Monat später dürfen sie als Gegengeschenk weiße Schokolade erwarten, weshalb der 14. März in Japan auch White Day genannt wird

Die Finnen feiern den 14. Februar als Freundschaftstag gefeiert. Menschen, die sich sympathisch finden, schicken sich – meist anonym –  Karten schickt oder machen sich kleine Geschenke. Je mehr Karten oder Geschenke ein Mensch erhält, desto beliebter ist er.

In Italien verabreden sich Liebende an Brücken und bringen an den Geländern sogenannte Liebesschlösser an. In die Schlösser werden im voraus die Namen und in einigen Fällen auch das Datum des Kennenlernens eingraviert. Hat das Paar  das Schloss angebracht, werfen den Schlüssel danach gemeinsam ins Wasser.

In England werden seit dem 15. Jahrhundert traditionell Gedichte zum Valentinstag verschickt. Die Paare kannten einander aber nicht, sondern fanden zufällig, indem sie durch Losen am Vorabend einander zugeteilt wurden.

In Dänemark wird es am Valentinstag spannend: Die Dänen verschicken kleine Geschenke und die Beschenkten müssen raten, von wem das Geschenk kommt. Blumen sind auch hier die erste Wahl: Statt roter Rosen allerdings Blumensträuße mit Schneeglöckchen. Beliebt sind auch Blumenherzen, Gebäck und Schokolade.

Mit Wissen punkten: Valentinstag

Der Valentinstag geht vor allem auf den englischen Dichter Geoffrey Chaucer im 14. Jahrhundert zurück. Sein Gedicht „Parlament der Vögel“ gilt als Urschrift des Valentinstags. Ferner ist überliefert, dass die Gattin des Dichters Samuel Pepys ihrem Mann etwa um 1667 Blumen als Dank für seinen Liebesbrief schickte. So könnte sich die Verbindung am 14. Februar Blumen zu verschenken geprägt haben. Englische Auswanderer brachten den Brauch  in die USA, und US-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland.

Namensgeber des Valentinstags ist vermutlich der heilige Valentin, Bischof von Terni. Der Bischof leistete am 14. Februar Widerstand gegen ein Verbot des Kaisers Claudius Goticus. Obwohl verboten, traute der Bischof einen Soldaten um seine Angetraute. Am 14. Februar 268 musste er dafür den Märtyrertod sterben.

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