Für Corona-Patienten sind die Helios HSK Kliniken Wiesbaden sinnbildlich die Anlaufstelle Nummer Eins. Das Klinikum koordiniert die Patienten und die Verteilung von Material und Geräten, dass allmählich eintrifft.

Die Vorbereitungen für ein koordiniertes Vorgehen bei der Versorgung von stationär zu behandelnden COVID19-Patienten in den Kliniken des Landkreises Rheingau-Taunus, von Wiesbaden bis nach Limburg sind gestartet. „Wir haben ein medizinisches Stufenkonzept für das Versorgungsgebiet entwickelt, das alle Akutkliniken sowie die Spezialkliniken und schließlich auch die Reha-Kliniken mit einbezieht. Damit soll sichergestellt werden, dass wir größere Patientenströme koordiniert auf die zur Verfügung stehenden Kliniken verteilen können. Die Verteilung richtet sich nach der Beatmungskompetenz sowie der Betten- und Personalkapazität der Kliniken“, erklärt Prof. Dr. Ralf Kiesslich, Ärztlicher Direktor der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken und Leiter des HSK-Krisenstabs.

„Wir haben ein medizinisches Stufenkonzept für das Versorgungsgebiet entwickelt, das alle Akutkliniken sowie die Spezialkliniken und schließlich auch die Reha-Kliniken mit einbezieht.“Prof. Dr. Ralf Kiesslich

Prof. Dr, Ralf Kiesslich hatte das Konzept in der Auftaktsitzung der Koordinationskonferenz für das Versorgungsgebiet 5 am Mittwoch im Rhein Main Congress Center vorgestellt, das von den Teilnehmern verabschiedet wurde. Feinjustierungen werden aktuell noch vorgenommen.

Das medizinische Stufenkonzept teilt die Kliniken in Versorgungslevel ein: Das St. Josef Hospital in Wiesbaden, die Asklepios Paulinen Klinik, das St. Vincenz in Limburg und die Helios HSK als Maximalversorger sind damit so genannte Level-1-Krankenhäuser. Das St. Josefs Hospital in Rüdesheim oder die Helios Klinik Idstein sind Beispiele für Level-2-Versorger. Unter Level 3 fallen beispielsweise die DKD Helios Klinik, Level 4 die Reha-Kliniken. Kliniken der Level 3- und 4-Versorgung sollen als so genannte Überlaufhäuser genutzt werden, in denen im Bedarfsfall stabile Akutpatienten weiterbehandelt werden können.

„Da die Kliniken und Niedergelassenen in Wiesbaden durch die gemeinsame Abstimmung im Wiesbadener Krisenstab mit der städtischen Verwaltung und dem Gesundheitsamt schon sehr gut vorbereitet waren, konnten wir dieses Konzept als Grundlage nutzen und es um die anderen Kliniken erweitern.“ – Sandra Henek, Geschäftsführerin der Helios HSK Wiesbaden

Das koordinierte Vorgehen wird in höheren Eskalationsstufen dann nicht nur die Verteilung von Corona-Patienten umfassen, sondern aller Notfall- oder schwer erkrankten Patienten. Dadurch wird sichergestellt, dass auch die Versorgung von non Covid-Patienten, zum Beispiel Patienten mit Schlaganfall oder schwerwiegenden Krebserkrankungen, gewährleistet ist. Um kurzfristig einheitliche Standards für die intensivmedizinische Versorgung oder die Versorgung Schwangerer festzulegen und stationäre Behandlungskriterien abzustimmen, sind nun die jeweiligen Fachärzte der beteiligten Häuser im Austausch.

„Die Konferenz war insgesamt von einem gemeinsamen Ziel und Verständnis getragen: Uns gegenseitig nach Kräften zu unterstützen, um die Patientenversorgung in der Krise bestmöglich zu meistern.“ – Sandra Henek, Geschäftsführerin der Helios HSK Wiesbaden

Die Helios HSK ist zudem für die adäquate Verteilung kritischer Materialressourcen zuständig, die das Land Hessen den Kliniken zur Bekämpfung von Corona bereitstellt. Die Zuteilung erfolgt nach einem vom Land entwickelten Schlüssel sowie bei Akutbedarf. ∆

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Die offizielle Internetseite des Robert-Koch-Instituts mit Fallzahlen finden Sie unter: www.rki.de.

 

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