Stärke und Schwäche zugleich. Dostojewskis „Der Idiot“ beeindruckt mit seinen extrem komplexe und vielfältige Charakterkonstellation. 

Dostojewskis Romanfiguren sind in der Mehrzahl sich und ihr Leben selbst zerstörende Menschen. Nicht so in seinem Roman Der Idiot. Die Hauptfigur, Fürst Myschkin ist ein Adliger, der scheinbar verarmt die Behandlung seiner Geisteskrankheit und Epilepsie in der Schweiz beenden muss.

Staatstheater Wiesbaden, kurz gefasst

Vorstellung – Der Idiot von Fjodor Dostojewskis
Wann: Freitag, 26. April 2019, 19:30 Uhr
Wo: Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Kleines Haus, Christian-Zais-Straße 3, 65189 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Eintritt: ab 16,50 Euro

Nächste Vorstellungstermine: 3. und 4. Mai 2019, um 19:30 Uhr

Beka Savi?, die zuletzt mit Ein Maskenball und My Fair Lady im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters reüssierte, inszeniert im Kleinen Haus ihre eigene Bühnenfassung von Fjodor Dostojewskis Der Idiot. Nach ihrer Bearbeitung von Jane Eyre, die zwei Jahre lang mit großem Erfolg im Studio lief, widmet sich Savi? erneut einem der ganz großen Romane des 19. Jahrhunderts.

Moderne Christus-Figur

Ohne Zweifel ist Dostojewskis Fürst Myschkin eine der eindrücklichsten Erfindungen der Literaturgeschichte. Ihn als Idiot zu bezeichnen ist freilich eine böse Pointe, denn eigentlich ging es Dostojewski darum, einen absolut schönen Menschen zu schildern, wobei sich der Autor sicher war, dass es nur eine einzige absolut schöne Gestalt in der Welt gebe, nämlich Jesus Christus. Zum Idioten wird Myschkin, diese moderne Christus-Figur, durch die ihn umgebenden Menschen, die nichts anderes kennen als Eitelkeit, Besitzgier und hochfahrende Leidenschaften.

Es spielen…

Fürst Lew Myschkin wird gespielt von Tobias Lutze, Parfjon Rogoschin von Atef VogelNastassja Filippowna von Llewellyn Reichmann,  Aglaja Jepantschina und Warja Ardalionowna von Christina Tzatzaraki, der General Iwan Jepantschin und General Ardalion Iwolgin von Thorsten Heidel, Lisaweta Jepantschina und Nina Iwolgina von Evelyn M. Faber Ganja und last but not least Ardalionowitsch von Christoph Kohlbacher.

Hinter den Kulissen

Regie Beka Savi?
Bühne Céline Demars
Kostüme Anna Hostert
Musik Draško Adži?
Dramaturgie Wolfgang Behrens

 

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