Der Inzidenz liegt bei 72,2. Ab einem Wert von 75 übernimmt nach Eskalationskonzept das Hessisches Ministerium für Soziales und Integration die Steuerung der Corona-Lage.

Die Corona-Fallzahlen in Wiesbaden steigen weiter. Der Verwaltungsstab der Landeshauptstadt hat sich daher wie vorgesehen am 19. Oktober zusammengesetzt um über weitere Maßnahmen beratschlagen. Da zum selben  Zeitpunkt das Corna-Kabinett der Landesreung zusammengekommen ist und unklar war, welche Maßnahmen von Seiten der Landesregierung anberaumt werden, hat der Verwaltungsstab seine Entscheidungen auf den Dienstag, den 20. Oktober, vertagt.

„Wir appellieren an alle Bürger, die Kontakt- und Hygieneregeln einzuhalten. Wir empfehlen außerdem, die Corona-Warn-App zu nutzen. Sie zeigt das Infektionsaufkommen und kann damit Hinweise für ein angemessenes Verhalten liefern.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sowie Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz

Die Infektionslage in Wiesbaden hat sich über das Wochenende weiter verschärft. In den letzten sieben Tagen kamen 210 neue positive Labormeldungen hinzu. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage (7-Tage-Inzidenz) erhöhte sich damit auf 72,2. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 35 schreibt das Präventions- und Eskalationskonzept des Landes Hessen erweiterte Maßnahmen und ab einer 7-Tage-Inzidenz von 50 konsequente Beschränkungskonzepte vor. 27 Personen sind bisher in Wiesbaden durch Corona gestorben.

„Die App denkt demnächst mit. Nutzer können in der App neben positiven Testergebnissen demnächst auch ihre Symptome eingeben. Das hilft dabei, das Infektionsrisiko für Kontakte noch besser einzuschätzen.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sowie Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz

Bereits vergangene Woche beschloss der Verwaltungsstab Besuchseinschränkungen in Pflegeeinrichtungen. Sie gelten ab Mittwoch, 21. Oktober, bis einschließlich Sonntag, 15. November. Personen, die in Alten- und Pflegeheimen oder in ambulant betreuten Wohngemeinschaften leben, dürfen dann maximal drei Mal pro Kalenderwoche für jeweils eine Stunde Besuch von maximal zwei Personen empfangen. Weitere Besuche sind untersagt. Die Besuchseinschränkung gilt nicht für Seelsorger, Rechtsanwälte, Notare sowie Eltern, wenn es sich bei der aufgesuchten Person um ein minderjähriges Kind handelt. Die Besuchseinschränkung gilt auch nicht für Personen, denen aus beruflichen oder therapeutischen Gründen oder aufgrund hoheitlicher Aufgaben Zugang zu gewähren ist. Auch Personen zur Wahrnehmung von Tätigkeiten im Rahmen einer rechtlichen Betreuung, Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung sind von der Einschränkung ausgenommen, ebenso ehrenamtlichen Personen in Ausübung ihres Amtes (im Sinne des § 5 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 4 Satz 1 des Hessischen Gesetzes über Betreuungs- und Pflegeleistungen). Ausgenommen von der Einschränkung sind auch Besuche im Rahmen des Sterbeprozesses durch enge Angehörige oder im Rahmen einer Behandlung der spezialisierten Palliativversorgung.

„Wir wissen, dass Besuche für Menschen in Alten- und Pflegeheimen wichtig sind. Trotzdem haben wir uns für diese Maßnahme entschieden, um ältere Menschen, die zur Risikogruppe zählen, zu schützen.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sowie Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz.

Bereits seit heute, Montag, 19. Oktober, ist eine generelle Maskenpflicht in Schulen ab der fünften Klasse in Kraft. Auch der praktische Sportunterricht ist in Schulen für alle Jahrgänge in geschlossenen Räumen untersagt. Beim Trainings- und Wettkampfbetrieb des Profi-, Spitzen- und Amateursports in geschlossenen Räumen sind keine Zuschauer mehr zugelassen, im Freien maximal hundert Zuschauer. Es gilt außerdem weiterhin das Besuchsverbot für Wiesbadener Kliniken und die Maskenpflicht an Bushaltestellen.

Mit den Besuchseinschränkungen bewegen sich weniger Personen in den Einrichtungen. Dadurch werden Infektionen unwahrscheinlicher. Das trägt auch dazu bei, dass in den Kliniken weiterhin ausreichend Behandlungskapazitäten sichergestellt werden können.“ – Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sowie Bürgermeister und Gesundheitsdezernent Dr. Oliver Franz.

Falls der Verwaltungsstab am Dienstag, 20. Oktober, weitere Maßnahmen beschließen sollte, orientieren sich diese an den Beschlüssen, auf die sich Bund und Länder sowie die kreisfreien Städte und Landkreise im Rhein-Main-Gebiet geeinigt haben. Dadurch soll ein Flickenteppich an Regelungen vermieden werden.

Weitere Nachrichten aus dem Ortsbezirk Mitte lesen Sie hier.

Die offizielle Internetseite des Stadt mit allen Fakten zu Corona finden Sie unter: www.wiesbaden.de.

 

Sie möchten keinen Beitrag mehr verpassen und stets aktuell informiert sein? Dann bestellen Sie doch gleich unseren Newsletter oder folgen uns auf Twitter, Instagram und werden Sie Fan von Wiesbaden lebt!