Zur Impfung zum  Hausarzt, so wie es immer schon war. Ab dem 7. April gilt das auch für COVID-19 Impfungen. Wenn die Mengen zu Beginn auch sehr überschaubar sind.

Um einen zügigen und gut vorbereiteten Start der von der Kanzlerin und den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder beschlossenen regelhaften Einbeziehung der Ärzteschaft bei der COVID-19-Impfung ab dem 5. April zu garantieren, haben sich auf Initiative von Gesundheitsminister Kai Klose die Kassenärztliche Vereinigung Hessen, die Landesärztekammer Hessen, der Hausärzteverband Hessen, die Landesapothekerkammer Hessen und der Hessische Apothekerverband mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration zur Impfallianz Hessen zusammengeschlossen.

„Wir werden uns über alle erforderlichen Schritte intensiv austauschen und abstimmen, damit trotz des weiter knappen Impfstoffs die zusätzliche Aktivierung der ärztlichen Regelstruktur für alle Beteiligten möglichst reibungslos klappt. Mir ist als Gesundheitsminister wichtig, dass wir gemeinsam zeigen: Die für das Impfen in den Praxen wichtigen Partner stehen zusammen!“ – Sozial- und Integrationsminister Kai Klose

Nach Ostern sollen nun auch niedergelassene Ärzte, parallel zu den Impfzentren der Kreise und kreisfreien Städte, gegen SARS-CoV-2 impfen können. Sie erhalten den Impfstoff dann direkt vom Bund über die üblichen Strukturen des Pharmagroßhandels und der Apotheken, die die Impfstoffe für die Impfung vor- und aufbereiten. Das Land will seine Handlungsspielräume auf Landesebene bestmöglich nutzen, um das Impfen weiter voranzubringen.

„Vertragsärzte sind wichtige Partner im Kampf gegen die Pandemie, denn sie sind für viele Bürgerinnen und Bürger die vertrauten Ansprechpartner.“ – Sozial- und Integrationsminister Kai Klose

Vorerst können die Praxen leider nur mit 20 Impfdosen pro Woche rechnen. Aber schon Ende April sollen die Ärzte deutlich mehr Impfstoffe erhalten um mehr impfen zu  können. Dabei gilt auch für die Ärzteschaft, dass die Priorisierungsvorgaben des Bundes eigehalten werden müssen. Die Allianz-Partner begrüßen die enge Zusammenarbeit aller Akteure.

„Nun ist die Einbindung der Vertragsärzte das Gebot der Stunde. Im ersten Schritt die Hausärzte, bald aber dann mit hoffentlich genügend Impfstoff auch die grundversorgenden Fachärzte. Mit beiden Gruppen erhoffen wir uns die Fortschritte beim Impfen, auf die Hessen so sehr wartet. Wir sind dann gerüstet, wenn endlich genug Impfstoff da ist.“Frank Dastych und Dr. Eckhard Starke, Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen

Die Landesärztekammer Hessen begrüße, dass es endlich mit der Impfung im ambulanten Bereich losgehen soll und sei zuversichtlich, dass diese Maßnahme einen entscheidenden Beitrag im Kampf gegen das Virus leisten könne – sofern die Lieferung der Impfdosen gewährleistet sei, sagt Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen. Der 1. Vorsitzende des Hessischen Hausärzteverbands ergänzt, dass der Verband den schon lange überfälligen Impfbeginn in den hausärztlichen Praxen begüße. Wir wollen schnell dazu beitragen, insbesondere die immobilen Menschen über 80 Jahre zu impfen. Der Verband sei zuversichtlich, dass durch vereinfachte Lieferungen der Impfstoffe, die deutlich reduzierte Bürokratie beim Impfen und der Dokumentation, ohne dabei die Sorgfalt außer Acht zu lassen, der so dringend benötigte Impfschutz die Menschen zügig erreiche.

„Dass die Apotheken vor Ort Arztpraxen mit Impfstoff versorgen, ist ein etablierter Prozess. Die Belieferung mit Covid-19-Impfstoffen stellt aufgrund der hohen Anforderungen hinsichtlich Sicherung der Qualität der Impfstoffe, einzuhaltender Kühlketten und zeitlich exakter Planung eine besondere Herausforderung dar. Die Apotheken sind mit äußerster Einsatzbereitschaft, ihrem Fachwissen und ihrem qualifizierten Personal bereit, diese Aufgabe zu meistern und einen weiteren Beitrag zur Bewältigung der Pandemie zu leisten.“ – Holger Seyfarth, Vorsitzender des Hessischen Apothekerverbandes e.V.

Was überrascht: Die Impfungen in den Praxen werden in den ersten beiden Wochen aller Voraussicht nach nicht mit dem leichter handzuhabenden AstraZeneca-Impfstoff, sondern ausschließlich mit mRNA-Impfstoff  von Biontech/Pfizer erfolgen. Ursula Funke, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, hält hier fest, dass es sich gerade bei solch einer  Herausforderung zeige, wie wichtig die heilberufliche Versorgung vor Ort zum Wohle der Menschen sei. Apotheker kennen den Umgang mit äußerst sensibel zu handhabenden Impfstoffen und werden diese mit dem notwendigen Zubehör schnell, sicher und zuverlässig unter Beachtung aller Kühlmaßnahmen von der Apotheke in die Arztpraxis liefern.

Wichtig

Der Impfstoff wird über die Apotheken an die Praxen geliefert werden. Ärzte bestellen dazu einmal wöchentlich – spätestens bis Dienstag 12:00 Uhr bei der sie primär beliefernden Apotheke den Impfstoff jeweils für die nächste Woche.

Foto: ©2020 Sankt Josephs Hospital

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