Bienen genießen aktuell eine hohe Aufmerksamkeit. Immer mehr Menschen interessieren sich dafür, Bienen selbst zu halten und eine Imkerei aufzubauen.

Das Aufbauen einer Imkerei ist das Eine, das Wissen darum, wie man Einen am besten hält und pflegt das Andere. Allem voran, das mögen viele nicht wissen, geht die Meldepflicht von Einen und Bienenvölkern. Die Meldung kann einfach und formlos per Mail unter veterinaeramt@wiesbaden.de oder per Post an Veterinäramt Wiesbaden, Teutonenstraße 1, 65187 Wiesbaden, erfolgen. Die Nachricht muss die Adresse des Imkers, die genaue Lage der Stände – möglichst mit GPS-Daten – sowie die Anzahl der jeweils dort stehenden Bienenvölker enthalten.

Meldepflicht

In den letzten Jahren hat die Anzahl der Imker und damit der Bienenvölker erheblich zugenommen. Die an sich erfreuliche Entwicklung bringt aber mit sich, dass auch die Gefahr von übertragbaren Bienenkrankheiten anwächst. Insbesondere die Amerikanische Faulbrut (AFB) – eine für den Menschen ungefährliche, aber für die Bestäuber tödliche und hoch ansteckende Krankheit – kann sich rasant ausbreiten. Eine effektive Bekämpfung der Krankheit im Falle eines Seuchenausbruches ist aber nur möglich, wenn alle Bienenstände in der Nachbarschaft des Infektionsherdes bekannt sind. Deshalb ist in der Bienenseuchenverordnung die Meldung zwingend vorgeschrieben. Bei Bekanntwerden ungemeldeter Stände droht ein empfindliches Bußgeld.

Amerikanische Faulbrut

Die bei den Imkern gefürchtete Amerikanische Faulbrut kann auch über Importhonige übertragen werden. Daher sollten Bienen niemals mit fremdem Honig gefüttert werden. Außerdem bitten die Veterinäre leere Honiggläser nur gespült in den Altglascontainern zu deponieren. Besonders in der blütenarmen Zeit werden die Glassammelbehälter von den Bienen stark angeflogen, wenn sie dort Honigreste finden.

Räuberei vermeiden

Gut zu wissen: Bienenvölker räubern sich auch gegenseitig aus. Daher sollten Hobby-Imker unbedingt darauf achten, dass sie das Bienen-Futter (Honig) im hinteren Bereich des Kasten geben werden, Sie sollten auch darauf achten, nicht zu kleckern, denn offenes Futter spricht sich schnell herum. Da kann es dann auch schon mal passieren, dass Bienen sich ein schwächeres Volk vorknöpfen und ausräubern.

Bienen-Versicherung

Halten Sie sich Einen als Haustiere, sollten Sie die Bienen Ihrer Haftpflichtversicherung melden und klären Sie, ob diese kostenfrei mitversichert sind. Falls nicht, kann entweder die Haftpflichtversicherung aufgestockt oder eine spezielle Zusatz-Versicherung für Imker abgeschlossen werden. (Bild: ASbendbienchen bei der Arbeit. Bild: Luise / pixelio.de)

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Imkern in der Stadt. Eine Interessante Webseite zu dem Thema finden Sie unter www.stadtbienen.org.

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