Frühlingszeit ist Bienenzeit. Sobald es warm wird, kommen die schwarz-gelben Insekten aus ihrem Stock und machen sich auf die Suche nach Futter. Worauf Sie achten sollten: Prof. Dr. med. Christiane Bayerl klärt auf.

Bienenstiche sind schmerzhaft – mehr aber auch nicht. Es gibt keine Pusteln, keine Schwellungen, kein Schock. Das ist nicht bei jedem so. Rund drei Millionen Bundesbürger reagieren allergisch auf Insektengifte. Was müssen Sie tun, wenn Sie unter einer Insektengiftallergie leiden?

Wiesbaden lebt! Ist eine Insektengiftallergie angeboren?

Christiane Bayerl: Einige Menschen sind grundsätzlich anfälliger für Allergien, aber nicht alle entwickeln auch eine Allergie gegen Insektengifte. Etwa zwei Prozent der Bevölkerung sind betroffen. Oft zeigt sich die Allergie erst nach wiederholten Stichen – es ist also möglich, dass die Körperreaktion beim ersten Stich noch normal ausfällt, sich im Laufe des Lebens aber dennoch eine Allergie entwickelt.

Allergisch oder nicht – wie kann man das erkennen?

Ein Bienenstich ist kurz und schmerzhaft. Es entsteht eine Hautreaktion, die juckt und bis zu 24 Stunden anhalten kann. Von einer Allergie spricht man nur, wenn nicht nur die Stichstelle anschwillt, sondern auch fern vom Stich Beschwerden wie Atemnot oder Lippen- bzw. Zungenschwellung auftreten. Das kann so weit gehen, dass der ganze Körper betroffen ist. Symptome sind beispielsweise Nesselsucht, Übelkeit, Schluckbeschwerden und Atemnot. Im schlimmsten Fall droht ein allergischer Schock mit Bewusstlosigkeit.

Sind Bienen also gefährlich?

Zunächst muss man festhalten, dass die meisten Menschen von Wespen, nicht von Bienen gestochen werden. Bienen greifen in der Regel nur an, um sich zu verteidigen. Dafür ist ihr Stich schmerzhafter als der von Wespen, weil der Stachel nach der Attacke in der Haut verbleibt und dadurch mehr Gift in den Körner gelangt. Generell gilt: Wenn sich eine Biene oder eine Wespe nähert, Ruhe bewahren. Hektische Bewegungen schaden eher, als dass sie nutzen. Wer allergisch ist, sollte sich langsam vom Insekt entfernen, bis es weitergeflogen ist.

Was tun bei einer Allergie gegen Bienen- oder Wespenstiche?

Allergiker sollten immer ein Notfallset mit sich führen, um im Fall der Fälle reagieren zu können. Eine Möglichkeit, die Allergie langfristig in den Griff zu bekommen, ist die Hypersensibilisierung, jetzt modern Spezifische Immuntherapie genannt. Dabei wird der Körper unter enger Begleitung des behandelnden Arztes langsam an das Gift gewöhnt. In den meisten Fällen verschwindet die Allergie so nach drei bis fünf Jahren.

Foto oben ©2021 Brett Hondow auf Pixabay, bearbeitet Wiesbaden lebt!

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