Wiesbaden präsentiert sich auf der IMEX Frankfurt als moderne Kongressstadt – mit Kurhaus, RMCC und Schlossblick.
Wenn sich morgens die ersten Geschäftsreisenden durch die gläsernen Hallen der Messe Frankfurt schieben, Rollkoffer über den Boden rattern und zwischen Espresso-Bar und Messestand Visitenkarten getauscht werden, beginnt für Städte wie Wiesbaden ein Wettbewerb um Aufmerksamkeit. Drei Tage lang hat sich die hessische Landeshauptstadt vom 19. bis 21. Mai auf der internationalen Branchenmesse IMEX Frankfurt als Standort für Kongresse, Tagungen und Events präsentiert – und zieht nun eine positive Bilanz.
Mit dabei: das Rhein-Main Congress-Center, das Kurhaus Wiesbaden und das Jagdschloss Platte. Zusammen warben sie unter dem Dach von Convention Wiesbaden am Deutschlandstand um Veranstalter aus aller Welt. Ziel war es, Wiesbaden nicht nur als elegante Kurstadt, sondern als moderne Kongressdestination sichtbar zu machen.
Zwischen Messehallen und Kurstadtflair
Die IMEX gilt als eine der wichtigsten Fachmessen der internationalen Veranstaltungsbranche. Hier treffen sich Agenturen, Unternehmen, Hotels und Kongressplaner aus zahlreichen Ländern, um neue Standorte und Konzepte kennenzulernen. Für Wiesbaden ist der Termin seit Jahren ein Pflichtprogramm.
Die Nähe zu Frankfurt spielt der Landeshauptstadt dabei in die Karten. Wer am Flughafen landet oder die Messe besucht, erreicht Wiesbaden innerhalb kurzer Zeit – ein Argument, das bei internationalen Veranstaltungsplanern zunehmend Gewicht bekommt. Gleichzeitig versucht die Stadt mit einem anderen Versprechen zu punkten: weniger Hektik, mehr Aufenthaltsqualität.
Convention Wiesbaden setzte deshalb nicht allein auf Quadratmeterzahlen oder technische Ausstattung. In den Gesprächen ging es auch um Nachhaltigkeit, besondere Rahmenprogramme und buchbare Erlebnisse in der Stadt und der Region. Gerade Unternehmen suchen zunehmend Orte, die Tagungen nicht wie Pflichttermine wirken lassen, sondern Aufenthalte mit Atmosphäre verbinden.
Wiesbaden wirbt um internationale Veranstalter
Besonderes Interesse registrierte das Team nach eigenen Angaben bei Unternehmen aus dem Direktvertrieb. Sie prüfen Wiesbaden offenbar verstärkt als möglichen Veranstaltungsort für größere Events und Netzwerktreffen. Ein Höhepunkt des Messeauftritts war der sogenannte „Buyer Pitch“ am Mittwoch am Deutschlandstand. Dort stellte Convention Wiesbaden internationalen Einkäufern die Möglichkeiten der Stadt vor – von klassischen Kongressen bis zu Incentive-Programmen und exklusiven Veranstaltungen.
Dass Wiesbaden dabei nicht nur auf historische Kulissen setzt, sondern moderne Veranstaltungsorte offensiv vermarktet, gehört längst zur Strategie der Wiesbaden Congress & Marketing GmbH. Vor allem das Rhein-Main Congress-Center spielt dabei eine zentrale Rolle. Das Gebäude zählt heute zu den wichtigsten Kongresshäusern der Region und soll internationale Formate stärker anziehen.
Die Stadt soll erlebbar werden
Neben dem Messegeschäft blickt die Branche bereits auf den Sommer. Auf der IMEX bewarb Convention Wiesbaden auch die nächste sogenannte Educational Tour im August. Veranstaltungsplaner sollen dabei die Stadt direkt vor Ort erleben – inklusive Workshops, Besichtigungen und Austauschformaten.
„Die Educational Tour ist seit Jahren wichtiger Vertriebsbaustein im Rahmen der Vermarktung der Kongress- und Tagungshäuser der WICM, denn sie macht Wiesbaden und die Kongressmöglichkeiten direkt vor Ort erlebbar“, erklärte WICM-Geschäftsführer Martin Michel. Gleichzeitig ermögliche das Format den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen sowie fachlichen Input durch Vorträge.
Tatsächlich setzt die Veranstaltungsbranche zunehmend auf Erlebnisse statt reine Präsentationen. Städte konkurrieren längst nicht mehr nur über Hallengrößen oder Hotelbetten. Gefragt sind Konzepte, die Arbeit, Begegnung und Stadterlebnis verbinden.
Foto – Blick in die Messehalle ©2026 IMEX Frankfurt
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