Komfort, Aufbau und Alltagstauglichkeit, so findet ihr das passende Dachzelt findet für die nächste Reise.
Der Frühling beginnt und mit ihm die Campingsaison. Genau der richtige Moment, um den Blick auf ein Thema zu richten, das immer mehr Menschen begeistert: Dachzelte. Daher starten wir eine neue Testreihe, in der wir unterschiedlichste Modelle unter die Lupe nehmen.
Im Fokus stehen Softcover-Zelte, Hartschalen und hybride Varianten. Wir testen Dachzelte, die bei Abenteuer Dachzelt in Guntersblum im Verleih verfügbar sind, und von Wiesbaden ist es nur einen Katzensprung nach Guntersblum. Damit ihr euch nicht selbst durch das umfangreiche Angebot arbeiten müsst, übernehmen wir das für euch.
Dabei schauen wir ganz genau hin: Für wen eignet sich welches Dachzelt? Wie leicht funktioniert der Auf- und Abbau tatsächlich im Alltag? Stimmen die Angaben der Hersteller mit der Realität überein? Und worauf sollte man bei der Nutzung achten? All diese Fragen stehen im Mittelpunkt unserer Testreihe.
Mieten oder kaufen?
Wer über einen Dachzelturlaub nachdenkt, steht früher oder später vor der Entscheidung, ob sich ein Kauf lohnt oder ob Mieten die bessere Wahl ist. Die Preisspanne beim Kauf ist groß. Einfache Modelle beginnen bei etwa 800 Euro, während hochwertige Varianten bis zu 5.000 Euro kosten können. Allerdings sollte man beim Kauf auch bedenken, dass ein Dachzelt auch irgendwo gelagert werden muss. Wegen der Größe und des Gewichts wird das schnell zur Herausforderung, besonders wenn keine Garage zur Verfügung steht. Unkomplizierter ist das Mieten: Bei Abenteuer Dachzelt in Guntersblum zahlt man 31 Euro pro Tag, wobei die Mietdauer mindestens drei Tage beträgt.
Die Auswahl vor Ort ist breit gefächert. Ob allein unterwegs, als Paar oder mit der Familie – für jede Reiseform findet sich das passende Dachzelt. Auch vierbeinige Begleiter sind willkommen. Wichtig ist lediglich, ein eigenes Bettlaken für die Matratze mitzubringen und das Dachzelt vor der Rückgabe vollständig von Tierhaaren zu befreien, damit es weiterhin auch an Allergiker vermietet werden kann.
Montage übernimmt der Chef persönlich
Die Buchung selbst gestaltet sich unkompliziert. Über die Internetseite wählt man das gewünschte Dachzelt aus und bucht es direkt über eine Kalenderansicht. Dort ist auf einen Blick erkennbar, in welchen Zeiträumen die Zelte verfügbar sind und wann sie bereits vermietet wurden. Wer keine eigenen Dachträger besitzt, kann diese ebenfalls direkt mit ausleihen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine spezielle Versicherung für die Mietdauer abzuschließen. Für Erstausleiher wird im Vorfeld eine Kaution von 500 Euro fällig.
Ist das Dachzelt online gebucht und der Abholtermin vereinbart, geht es nach Guntersblum. Vor Ort werden Dachträger und Dachzelt auf dem Fahrzeug montiert. Außerdem erfolgt eine ausführliche Einweisung. Die Ausstattung wird gemeinsam auf Vollständigkeit überprüft, und der Auf- sowie Abbau wird Schritt für Schritt demonstriert, sodass man bestens vorbereitet in das Abenteuer starten kann.
Warum ein Dachzelt?
Doch warum überhaupt ein Dachzelt? Im Vergleich zum klassischen Zelt schläft man erhöht auf dem Autodach und ist dadurch vor Bodennässe geschützt. Auch Tiere gelangen nicht so leicht an das Zelt oder hinein. Der Schlafkomfort ist mit einer bis zu zehn Zentimeter dicken Matratze deutlich höher als bei einer Isomatte auf unebenem Untergrund.
Die Frage, warum man nicht gleich einen Camper nutzt, liegt nahe. Hier spielt vor allem das Budget eine Rolle. Während ein Dachzelt im Kauf bei wenigen tausend Euro liegt oder sich für vergleichsweise wenig Geld mieten lässt, bewegen sich Camper preislich in deutlich höheren Dimensionen. Zudem bleiben die Abmessungen eines Fahrzeugs mit Dachzelt kompakt, sodass man oft als normaler Pkw gilt und beispielsweise auf Fähren weniger bezahlt als mit einem größeren Camper.
Ein weiterer Vorteil ist die unmittelbare Nähe zur Natur. Kochen, essen und zusammensitzen finden draußen statt, unter freiem Himmel und mitten in der Umgebung. Man bleibt nicht im Fahrzeug, sondern wird fast automatisch nach draußen gezogen und erlebt Camping wieder ursprünglicher.
Bei der Nutzung von Dachzelten spielt auch die rechtliche Situation eine Rolle. In Deutschland ist das Übernachten im Fahrzeug grundsätzlich zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit erlaubt und damit vielerorts möglich. Allerdings ersetzt das kein reguläres Camping. Es ist daher ratsam, gezielt Camping- oder ausgewiesene Stellplätze anzufahren, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein und Konflikte zu vermeiden. Anders sieht es in Skandinavien aus: Dort erlaubt das sogenannte Jedermannsrecht in vielen Regionen das freie Stehen in der Natur – oft auch abseits klassischer Campingplätze. Das macht Dachzeltreisen gerade im Norden besonders attraktiv.
Seid gespannt auf die verschiedensten Dachzelte, die wir in den kommenden Wochen für euch testen.
Foto ©2026 Ayla Wenzel
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