Der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat bei einem Treffen der G20-Finanzminister und -Notenbankgouverneure die positiven Effekte der Digitalisierung des Finanzsektors für den Finanzplatz Frankfurt hervorgehoben. „Die Veränderungen, die eine fortschreitende Digitalisierung unseres Lebens- und Arbeitsumfelds mit sich bringen, bieten auch immense Chancen für den Wirtschafts- und Finanzsektor. Diese wollen wir nutzen. Dazu hat die Hessische Landesregierung gemeinsam mit der Börse, Hochschulen, Banken und weiteren namhaften Partnern aus der Wirtschaft und der Region die Gründung des Fintech-Zentrums Frankfurt angestoßen. Die Kombination eines großen Finanzclusters mit einer exzellenten Forschungs- und IT-Infrastruktur eröffnet enorme Potenziale für die Umsetzung digitaler Finanzinnovationen in Hessen und dem Rhein-Main-Gebiet“, sagte der Ministerpräsident beim Treffen am Abend in Wiesbaden, bei dem er hochrangige internationale Finanzakteure der G20-Staaten begrüßte.

Ministerpräsident Volker Bouffier

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier. Foto: Privat

Zum 1. Dezember 2016 hat Deutschland die Präsidentschaft über die Treffen der G20-Finanzminister übernommen. Das Bundesfinanzministerium und die Deutsche Bundesbank führen dazu eine Fachkonferenz zum Thema „Digitalisierung“ in Wiesbaden durch. Eines der Hauptthemen der deutschen G20-Präsidentschaft ist die Digitalisierung des Finanzsektors. Die Vorträge und Podiumsdiskussionen sowie die Workshops und Dialogforen erörtern Chancen und Risiken der Digitalisierung.

„Digitalisierung des Finanzsektors birgt große Chancen für den Finanzplatz Frankfurt.“

– Ministerpräsident Volker Bouffier

„Der wirtschaftliche Effekt der Digitalisierung geht weit über übliche Effizienzgewinne hinaus. Neue Anwendungen der digitalen Technologie ermöglichen es bisher branchenfremden Unternehmen zunehmend, ungenutzte Märkte zu erschließen und Strukturen zu optimieren. Möge die G20-Konferenz dazu beitragen, dass auf dem G20-Gipfel im Sommer in Hamburg Ergebnisse erzielt werden, die die Weltwirtschaft voranbringen, Innovationen fördern und für mehr Finanzstabilität sorgen“, so Bouffier.

Vernetztes Arbeiten Dank G20

Bouffier betonte ebenfalls die Notwendigkeit einer engen internationalen Abstimmung und Zusammenarbeit von Staaten und Institutionen. „Die G20 haben frühzeitig erkannt, dass in einer immer vernetzteren Welt die Zusammenarbeit sowohl in Krisen- als auch in Nicht-Krisenzeiten stetig an Bedeutung gewinnt. Schwerwiegende wirtschaftliche Folgen konnten durch gemeinsames Handeln verhindert werden, die Verständigung auf eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte mit dem Ziel eines stabileren internationalen Finanzsystems hat mittlerweile große Fortschritte gemacht. Deshalb war die Fortentwicklung der G20 zum zentralen Forum der internationalen wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit die richtige Antwort auf die globale Finanzkrise“, erläuterte der Hessische Ministerpräsident.

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