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Mahnmal in der Bahnhofstraße

Wiesbaden erinnert sich: 81. Gedenkstunde für die deportierten Sinti

Gedenkstunde in Wiesbaden! Am 8. März, dem 81. Jahrestag der Deportation der Sinti, erinnern wir gemeinsam am Mahnmal in der Bahnhofstraße an die Opfer des Holocausts. Adam Strauß und Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende werden Grußworte sprechen und einen Kranz niederlegen.

Volker Watschounek 2 Monaten vor 0

Der 8. März und die Verfolgung der Sinti und Romo gehört zu den dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte: Zeit zu erinnern.

Anlässlich des 81. Jahrestages der Deportation der Wiesbadener Sinti nach Auschwitz-Birkenau am 8. März 1943 lädt der Hessische Landesverband Deutscher Sinti und Roma und die Landeshauptstadt Wiesbaden am Freitag gemeinsam zu einer Gedenkstunde am Mahnmal in der Bahnhofstraße ein

Gedenken, kurz gefasst

Gedenkfeier – für die vertriebenen Sinti und Roma
Wann: Freitag, 8. März 2024, 16:00 Uhr
Wo: Mahnmal, Bahnhofstraße, Geschwister-Stock-Platz 1, 65185 Wiesbaden (Weg / Anfahrt planen!)

Adam Strauß, Vorstand des Verbands Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Hessen, und Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende werden ein Grußwort halten und mit einer Kranzniederlegung den Entrechteten, Verfolgten und Deportierten am Mahnmal in der Bahnhofstraße in Wiesbaden gedenken. Die Gedenkstunde wird wie die vergangenen Jahre musikalisch von June Heilig an der Geige begleitet.

Erinnerung für die Zukunft

Adam Strauß betont, dass die Nationalsozialisten bei der Verfolgung der Sinti auf bereits bestehende Vorurteile und Gesetze zurückgreifen konnten. So führt er das sogenannte Hessische Zigeunergesetz von 1929 an. Die Nazis haben den tödlichen Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus nicht erfunden. Sie haben ihn auf die Spitze getrieben. Aber auch heute noch seien diese menschenverachtenden Einstellungen Teil der Gesellschaft. Die steigenden Zustimmungswerte zu rechten Parteien, ebenso wie zu Aussagen in Meinungsumfragen machen mir und unseren Menschen große Sorgen. Auch aus diesem Grund müssen wir uns erinnern, wie die Geschichte begonnen hat.

Mahnmal als Symbol der Erinnerung

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende erklärt: Wir gedenken der Sinti, die Opfer des Holocausts, des staatlich organisierten Völkermords in Deutschland, geworden sind. Das Gedenken an die Deportation Wiesbadener Sinti im Jahr 1943 ist fester Bestandteil der Erinnerungskultur in unserer Stadt. Seit 1992 stehe in der Bahnhofstraße das Mahnmal, das dauerhaft an die Deportation von Wiesbadener Sinti in das Konzentrationslager Auschwitz und an den Völkermord der Nazis an Sinti und Roma erinnere. Dieses Mahnmal ist ein deutliches Zeichen für Haltung und Rückgrat, Hinschauen und Einmischen, Mitgefühl und Solidarität. Die Geschichte darf sich nie wieder wiederholen. Der Oberbürgermeister wünsche sich, dass dieses Mahnmal mehr in der Stadtgesellschaft wahrgenommen werde. Es sei die moralische Pflicht aller, an das Leiden der Menschen, die unter dem NS-Regime verfolgt, gefoltert und getötet wurden, zu erinnern.

Teilnahme und Erinnerung

Die Gedenkstunde findet am Freitag, 8. März, um 13.30 Uhr am Mahnmal in der Bahnhofstraße, Geschwister-Stock-Platz 1, statt. Alle Wiesbadenerinnen und Wiesbadener sowie alle Interessierten sind herzlich eingeladen, mit ihrer Teilnahme an die Deportation und die Schrecken des Nationalsozialismus zu erinnern.

Archivfoto ©2018 Volker Watschounek

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Die Internetseite des Landesverbands Deutscher Sinti & Roma finden unter sinti-roma-hessen.de.

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Geschrieben von

Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.