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Hebamme, Weihnachtsbaby 2018: Pauline ist das schönste Geschenk. ©2018 HSK Kliniken

Stärkung der Hebammen Versorgung

Wie überall in Deutschland, so reichen auch in Wiesbaden die Nachwuchskräfte für den Hebammenberuf nicht aus. Bei der freiberuflichen geburtshilflichen Betreuung herrscht eine deutliche Lücke.

Volker Watschounek 4 Jahren vor 1

Auf Initiative von Bürgermeister Dr. Oliver Franz werden in diesem Jahr 25 anstelle von 18 Ausbildungsplätze für Hebammen ermöglicht.

Der letzte schulische Ausbildungsjahrgang in Wiesbaden – bevor die Ausbildung für Hebammen aufgrund der neuen EU-Richtlinie zukünftig ausschließlich in Form eines dualen Studiums angeboten wird – soll im Oktober 2020 mit insgesamt 25 statt der obligatorischen 18 Ausbildungsplätze an den Start gehen.

„Wir möchten mit dem Fachkräftepakt Hebammenausbildung ein Zeichen für den Gesundheitsstandort Wiesbaden setzen und einen Beitrag leisten, dem Hebammenmangel in Wiesbaden entgegenzuwirken.“

Bürgermeister und Wirtschaftsdezernent Dr. Oliver Franz

Franz hat den Fachkräftepakt ins Leben gerufen wurde. Die benötigten Mittel in Höhe von insgesamt rund  490000 Euro werden in aus seinem Dezernatsbudget bestritten; knapp ein Viertel der kalkulierten Kosten übernimmt das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Ausbildungsinhalte

Die schulische Ausbildung wird in der Hebammenschule der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden absolviert und beginnt am 1. Oktober 2020. Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre. Die Ausbildung unterteilt sich in einen praktischen Teil mit 3.000 Stunden und einen Theoriepart mit 1.600 Stunden. Die praktische Ausbildung findet in der Klinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin, im Kreissaal, auf der Wochenstation und der Pränatalstation statt. Weiterer Bestandteil sind Einsätze in der Frauenklinik, der Kinderklinik und im Operationssaal. Einblicke in die freiberufliche Hebammenarbeit sind in einem zwölfwöchigen Externat vorgesehen.

Block- und Studientagsystem

Die theoretische Ausbildung erfolgt im Block- und Studientagsystem. Unterrichtsfächer sind unter anderem: Hebammentätigkeiten und Geburtshilfe, Anatomie und Physiologie, Gesundheitslehre, Hygiene und Mikrobiologie, Krankheitslehre, Arzneimittellehre sowie Berufs-, Gesetzes- und Staatsbürgerkunde. Zudem werden Seminare angeboten, wie etwa Erste Hilfe, Rettungsschwimmer und Einführung in die Freiberuflichkeit. Die Auszubildenden werden von einem Schülercoach betreut. Zudem wird eine Studienfahrt angeboten.

Berufsanerkennung gilt nach Reform

Die Ausbildung endet mit einer staatlich geregelten schriftlichen, praktischen und mündlichen Prüfung. Wichtig, gerade im Hinblick auf die anstehende Reform zur vollakademischen Ausbildung mit Bachelor-Abschluss: Alle Hebammen mit erfolgreich bestandenem Examen werden in Deutschland ihre Berufsanerkennung immer behalten, auch wenn die Hebammenausbildung reformiert wird. Niemand muss sich also Sorgen machen, dass eine begonnene oder absolvierte Ausbildung zukünftig keinen Wert mehr haben könnte.

Bewerber gesucht

Zielgruppe für eine Hebammenausbildung sind junge Menschen – Frauen wie Männer – mit einem Mindestalter von 17 Jahren, die neben einem ernsthaften Interesse an der Ausbildung auch die gesundheitliche Eignung mitbringen. Als Schulabschluss wird entweder das Abitur oder das Fachabitur vorausgesetzt. 

Interessenten für eine Ausbildung zur Hebamme wenden sich bitte direkt an die Hebammenschule in den Helios Dr. Horst-Schmidt-Klinik.

Weitere Nachrichten aus dem Gesundheitsamt lesen Sie hier.

Die offizielle Internetseite des Gesundheitsamtes  finden Sie unter www.wiesbaden.de.

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Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.