Das Klima an der Schule aktiv mitgestalten und bewusst gegen Diskriminierung, Mobbing und Gewalt eintreten. Die Schüler der Martin-Niemöller-Schule haben sich als Teil des Netzwerks dazu entschlossen.

Als Teil des europäischen Schulnetzwerks Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage ist die Martin-Niemöller-Schule in Wiesbaden seit Ende vergangenen Jahres eine von rund 3000 engagierten Schulen in Deutschland. Das Projekt bietet Schülern und Lehrern die Möglichkeit, sich aktiv gegen Diskriminierung, Rassismus, Mobbing und Gewalt an ihrer Schule einzusetzen. Unterstützt wird das Netzwerk von  mehr als 350 Partner. In Wiesbaden engagiert sich der Volleyballclub Wiesbaden (VCW), Pate des Projektes an der Martin-Niemöller-Schule.

„Mit der Martin-Niemöller-Schule haben wir eine Patenschaft übernommen, bei der wir mit gutem Beispiel vorangehen können.“ – Simona Kóšová

VCW-Geschäftsführer Christopher Fetting und Team-Managerin Simona Kóšová waren zum Festakt in der Aula der Martin-Niemöller-Schule zu Gast. Zum Auftakt der Patenschaft hat der VCW die Schüler am 7. Dezember zu einem Heimspiel eingeladen. Bei unseren Spielen können wir zeigen, wie Fairness im Sport funktioniert und auch, dass Internationalität beim VCW dazugehört, schließlich haben wir Spielerinnen aus sechs verschiedenen Nationen in unserem Team, sagt der VCW-Geschäftsführer.

Bei dem Projekt geht es unter anderem darum mit Konflikten umzugehen. Das ist auch bei uns im Sport ein Thema, weshalb es sinnvoll ist, dass die Kinder schon früh lernen, wie man respektvoll miteinander umgeht.“ –  Simona Kóšová.

Die Schüler werden ab sofort Inhalte für das Projekt erarbeiten und haben damit die Möglichkeit das Schulklima aktiv mitzugestalten. Im Lauf der Saison werden sie diese Inhalte dann im Rahmen eines Heimspiels vorstellen. Johanna Trick, Lehrerin und Projektleiterin der Aktion, arbeitet bereits mit ihren Schülern an schulinternen Aktionen. Auch Workshops sind für das laufende Schuljahr geplant.

„Wir haben uns als Pate für den VCW entschieden, weil das Thema Rassismus durch einen bekannten Wiesbadener Verein in Stadt und Region eine größere Gruppe erreichen kann. Somit können wir mehr Menschen auf das wichtige Thema aufmerksam machen“, sagt Johanna Trick.

Rassismus sei im Sport immer wieder ein Thema, sodass sich auch Vereine damit auseinandersetzen müssten. Team-Sportarten wie Volleyball könnten als verbindendes Element Vorurteile abbauen, Sprachbarrieren sowie kulturelle Kontroversen überwinden helfen und Vorbild sein, so Trick weiter. Das gesamte VCW-Team freut sich auf die mit der Patenschaft verbundenen Aktionen und wünscht den Schülern und Lehrern der Schule viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer Projekte.

Hintergrund

Das Programm Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage wurde in Deutschland 1995 von Aktion Courage e. V. initiiert. Angesichts der zunehmenden rassistisch und rechtsextremistisch motivierten Gewalt in Deutschland sollte es in Deutschland eine Organisation geben, in der Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, ihren Beitrag zum Aufbau einer Zivilgesellschaft zu leisten. Am 21. Juni 1995 wurde das Programm zum ersten mal ausgezeichnet. Pate ist der Fernsehjournalist Friedrich Küppersbusch. Ziel des Projektes ist es, den Alltag an Schulen so zu verändern, dass dieser von einem Klima der gegenseitigen Achtung und der Anerkennung individueller Eigenheiten geprägt ist, gepaart mit der gemeinsamen Suche nach verbindenden Normen.

Interesse geweckt?

Dann macht auch Ihr mit –  Jede Schule kann den Titel erwerben, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllt: Mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und arbeiten verpflichten sich mit ihrer Unterschrift, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen. Auf der Seite Wege zur Courage-Schule findet Ihr mehr Informationen zu dieser Frage.

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Die offizielle Intenteseite des Netzwerks finden Sie unter m.schule-ohne-rassismus.org.

 

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