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Uwe Eric Laufenberg | Staatstheater Wiesbaden ©Hesssisches Staatstheater

Staatstheater: Provokante One-Man-Show als Diskurs

Auch das Wiesbadener Staatstheater musste aufgrund des Coronavirus dicht machen. Jetzt geht es wieder los – aber nicht auf der Bühne. Diese kann jeder persönlich zu sich nach Hause holen: mit den sieben „Solo-Diskursen“ des Theaterintendanten Uwe Eric Laufenberg.

Praktikant 4 Jahren vor 1

Das Coronavirus wirbelt den Spielplan im Staatstheater durcheinander. Alle Vorstellungen sind aufs Eis gelegt und Schauspieler schachmatt gesetzt. Sparsam geht es wieder los: mit Uwe Eric Laufenbergs Monologen zur Krise.

Die Krise beschäftigt Uwe Eric Laufenberg besonders. Ihre weltweiten Auswirkungen erschüttern den Intendanten vom Hessischen Staatstheater: Massenpanik, Aussetzung von Grundrechten und diktatorische Zustände. In seinen sieben Diskursen spricht er darüber. Abrufbar ist das Ganze seit dem 24. April online auf der Seite des Staatstheaters.

Staatstheater: Uwe Eric Laufenberg über Corona

Ein diktatorischer Überwachungsstaat

Mit seinen Beiträgen will Laufenberg vor allem eins: Aufmerksam machen. Zeigen, was gerade wirklich abläuft. Wie schnell die Situation ausarten kann – in einen diktatorischen Überwachungsstaat wie Nord Korea. Für den Schauspieler ist die Aussetzung gewisser Grundrechte ein Unding. Vor allem diese als Notwendigkeit für die Sicherheit zu verkaufen. Er kritisiert die Beschlüsse der Politik und wirft ein neues Licht darauf. (Anm. d. Red. Nord Korea hat laut RKI bislang keinen einzigen Corona-Fall. Stand: 30.04.2020)

Die Unterdrückung der Menschheit

Das Freiheitsrecht ist ausgesetzt, soziale Interaktionen sind verboten. Der Mensch ist in seinem Handeln völlig eingeschränkt. Komplett isoliert, komplett kontrolliert. Nicht nur Schauspieler wie Laufenberg haben es mit Maskenpflicht und Sicherheitsabstand schwer. Das Shutdown ruiniert weltweit Leben. Vor allem arme Menschen sind betroffen. „Millionen Menschen (…) werden des letzten Bisschens Lebensmöglichkeit beraubt.“, so Laufenberg.

Der selbstzerstörerische Mensch als Herdentier mit Fluchthysterie – Laufenberg spricht in seinen Monologen klar und deutlich aus, was er denkt. Seine gezielten Hinterfragungen serviert er mit einer provokanten Emotion, die den Siebenteiler nicht langweilig werden lässt. Wer das Theater vermisst, kann es sich hiermit durch einen Klick nach Hause holen! (Text Joelle Sander)

Weitere Nachrichten aus dem Ortsbezirk Mitte lesen Sie hier.

Die offizielle Internetseite des Hessischen Staatstheaters finden Sie unter staatstheater-wiesbaden.de.

 

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Geschrieben von

Emilia Carvalho von Carl-von-Ossietzky-Schule hat sich wohl gefühlt. Zwei Wochen lang hat sie bei Wiesbaden Lebt! in den Online-Journalismus hineingeschnuppert, uns auf Presseterminen begleitet und wie andere Praktikanten eigene Texte geschrieben. Habt Ihr auch Lust auf ein Praktikum, dann bewerbt Euch doch. Emilia Carvalho, vom 29. Januar bis zum 9. Februar 2024