Was in der Natur erlaubt oder verboten ist, unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland verschieden. Generell gilt: respektvoller Umgang mit Wald, Blumen und Wiesen. Auch im Rabengrund.

Auch wenn im Bundesnaturschutzgesetz geregelt ist, dass das Betreten der freien Landschaft auf Straßen und Wegen sowie auf ungenutzten Grundflächen zum Zweck der Erholung allen gestattet ist, gelten die Landesgesetze. Aber müssen wir wirklich in ein Gesetzbuch schauen? Achtsamer Umgang mit der Natur ist gar nicht so schwer. Und weil aktuell viele Menschen in den Wiesbadener Waldwiesentälern, wie dem Rabengrund und dem Goldsteintal, unterwegs sind, bittet das Umweltamt bittet Erholungssuchende zum Schutz von Pflanzen und Tieren die Wege nicht zu verlassen.

Natur schützen

Besonders schützenswerte Regionen hat das Amt zusammen mit der Oberen Naturschutzbehörde und dem Amt für den ländlichen Raum vorübergehend mit Flatterband abgesperrt. Es wird darum gebeten, die Hinweistafeln vor Ort zu beachten und Hunde an die Leine zu nehmen. Grabungen durch Hunde, aber auch das Befahren mit Mountainbikes, können den Waldwiesen mit selten vorkommenden Orchideenarten, schwer zusetzen. Außerdem gilt es zu verhindern, dass Tiere nicht in ihrer Brut- und Setzzeit gestört werden, und ihre Rückzugsgebiete verloren gehen. Die Berg-, Feucht- und Nasswiesen, Lebensräume vieler Tiere, gilt es vor dauerhaften Schäden zu bewahren.

Regeln für Wiesbadens Waldwiesentäler

(1) Einhalten des Wegegebots, das heißt weitgehend die vorhandenen Wege nutzen
(2) Die Rast auf einer Decke sollte nicht weiter als 10 Meter von den Wegen entfernt stattfinden.
(3) Eingezäunte Flächen dürfen grundsätzlich nicht betreten werden.
(4) Freizeitaktivitäten auf Wiesen –  Grillen, Ballspiele und Radfahren –sind nicht gestattet
(5) Zum Schutz des Wildes und der Pflanzen sind Hunde anzuleinen.
(6) Abfälle sind mitzunehmen.

Natura 2000

Bereits vor 15 Jahren wurden im Stadtgebiet Wiesbadens alle großen Waldwiesentäler als NATURA-2000-Gebiete unter europäischen Schutz gestellt. Hierzu gehören neben dem Rabengrund und dem Goldsteintal auch das Weilburgertal, das Kellersbachtal mit dem Trockenborn sowie das Theistal.

Als Schutzgebiete werden die Wiesen einmal im Jahr gemäht und abgeräumt und weder gedüngt, noch gespritzt. Durch diese traditionelle Bewirtschaftung sind viele Wiesenpflanzen, die außerhalb der Wiesbadener Schutzgebiete kaum noch zu finden sind, erhalten geblieben. Sie sind auf besonderen Schutz und rücksichtsvolles Verhalten angewiesen.

Foto Orchideen ©2021 Bild von Rüstü Bozkus auf Pixabay

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Tipps zum Bepflanzen des Blumenkübels gibt es unter anderem unter www.haus.de.

 

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