Auch wenn Pinguine echte Wildtiere sind, gelten sie als Sympathieträger. Als solche haben einen eigenen Feiertag: den 25. April – auch im Opel-Zoo.

Pinguine haben einen Feiertag, ja, das stimmt. Verantwortlich dafür sind Wissenschaftler einer Forschungsstation in der Antarktis. Sie haben festgestellt, dass Adeliepinguine jedes Jahr genau am 25. April in ihre Brutkolonie zurückkehren. Davor waren sie viele Monate auf See.

Bedroht vom Aussterben

Der Welttag der Pinguine soll allerdings nicht darauf hinweisen. Vielmehr steht im Fokus, dass alle Pinguinarten – nicht nur die in der Antarktis lebenden – durch den Klimawandel in ihrer Art und Einzigartigkeit bedroht sind. Im Rahmen von täglich stattfindenden Schaufütterungen erinnert im Rhein.Main-Gbeiet der Opelzoo an die Schutzbedürftigkeit der Pinguine. Nicht nur am 25. April, sondern jeden Tag aufs neue. Wer einmal beobachten möchte, wie Tierpfleger im Opelzoo mit den Pinguinen arbeiten, der sollte gegen 15:30 Uhr bei den Pinguinen vorbeischauen.

Pinguine sind Wildtiere

Auch wenn die Pinguine im Opelzoo anders als in anderen Tierparks mehr frei leben und nicht gefüttert werden dürfen und sich auch nicht gern anfassen, ja sogar streicheln lassen, sind sie sehr beliebt. Manche Besucher können Ihnen stundenlang zuschauen und sind begeistert, über jede Regung der ausschließlich auf der Südhalbkugel lebenden Pinguine. Wie lange noch?

Wenn das Eis schmilzt

Die Pinguinbestände gehen fast überall zurück. Schuld daran sind auch der Klimawandel und der damit zusammenhängende Rückgang des Meereises der Antarktis. Wo das Eis wegschmilzt, sinkt auch der Bestand von Krill – Minigarnelen, die sich von den auf der Unterseite des Eises wachsenden Algenteppichen ernähren. Da Krill in der Nahrungskette für viele Wale, Fische und andere Meerestiere eine Rolle spielt, betrifft dessen Rückgang letztlich auch die Tiere, die sich nicht direkt von diesen kleinen Leuchtgarnelen ernähren.

Über den Opel-Zoo

Der Opel-Zoo befindet sich im Vordertaunus zwischen Kronberg und Königstein. Auf einzigartige Weise präsentiert Sicht dort 1600 Tiere aus über 230 überwiegend aus Afrika, Asien und Europa stammenden Arten. Dazu gehören die einzigen Elefanten in Hessen, Giraffen, Zebras, Erdmännchen, Rote Pandas, Geparde, Kängurus und viele andere mehr.

Die Tiere in sozialen Verbänden, in naturnahen Gehegen und möglichst ohne sichtbare Grenzen zwischen Mensch und Tier zu zeigen, war bereits 1956 Ziel des Zoogründers Dr. h.c. Georg von Opel. Rundwege und Lehrpfade ermöglichen auf dem 27 ha großen Zoogelände ungehinderte Einblicke in die abwechslungsreich gestalteten Gehege wie sie sonst nur bei Freilandbeobachtungen möglich sind.

Eine weitere Attraktion ist die großzügige Anlage für Brillenpinguine, bei der die Zoobesucher die Vögel durch 8 cm dicke Scheiben direkten gut beim Schwimmen und Tauchen beobachten können.

Öffnungszeiten

Die Kassen im Opel-Zoo haben von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Die Besucher können bis Einbruch der Dunkelheit im Gelände bleiben und es über Drehtüren verlassen. Der Opel-Zoo ist gut mit dem ÖPNV erreichbar: Buslinie 261 „Haltestelle Opel-Zoo“.

(Fotos: Ralf Brinkmann)

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