Um im Klimaschutz voranzukommen, reicht es nicht, Autos auf Elektroantrieb umzustellen. Ein generelles Umdenken ist nötig – weg vom eigenen Auto hin zum Carsharing.

Wiesbadens Mobilitätsdienstleister ESWE Verkehr wird noch in dieser Woche eine Ausschreibung für die Vergabe von weiteren Carsharing-Stationen in Wiesbaden starten. Ziel ist es, Carsharing-Angebote an bis zu 35 neuen Standorten im öffentlichen Straßenraum zu bringen und damit die Alternative zur Nutzung eines Privat-Pkw weiter auszubauen.

„Die Ausschreibung richtet sich sowohl an jene Anbieter, die bisher in Wiesbaden aktiv sind, als auch an alle anderen Unternehmen am Markt.“ – Jan Görnemann, ESWE-Verkehr-Geschäftsführer

Grundlage hierfür ist das Bundesgesetz zur Bevorrechtigung des Carsharings (CsgG), welches das Land Hessen am 30. September 2021 in das Hessische Straßengesetz (HStrG) überführt hat. Durch das neue Landesrecht haben Kommunen mehr Freiheiten bei der Einrichtung und Vergabe von Carsharing-Standorten. Die neue Gesetzgebung sieht vor, dass Carsharing-Stellplätze an Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen über eine Sondernutzung im öffentlichen Straßenraum ausgewiesen werden können.

„Carsharing ist ein wichtiger Baustein der Verkehrswende. In Kombination mit einem starken Bus- und Radverkehr in der Stadt kann es gelingen, die Menschen zum Umsteigen und damit zum Verzicht auf die Anschaffung eines eigenen Erst- oder Zweitautos zu bewegen.“ – Jan Görnemann, ESWE-Verkehr-Geschäftsführer

Als von der Stadt beauftragter umfassender Mobilitätsdienstleister hat ESWE Verkehr die Federführung bei der Standortkoordination und Vergabe weiterer Carsharing-Stationen in Wiesbaden übernommen. In den vergangenen Monaten wurden bis zu 35 mögliche Standorte ermittelt und mit dem Magistrat sowie den zuständigen Ortsbeiräten abgestimmt. Das übergeordnete Ziel lautet, sowohl das Stationsnetz in der Innenstadt zu verdichten als auch in den Vororten ein erstes Basisangebot zu schaffen. Die zuständigen städtischen Fachämter haben die möglichen neuen Standorte bereits ebenfalls geprüft.

„Durch das Bundesgesetz zur Bevorrechtigung des Carsharings können Carsharing auch in Stadtteile bringen, in denen es bisher überhaupt kein Angebot gab. Wir schaffen somit eine komfortable, zusätzliche Mobilitätsoption für alle.“ – Andreas Kowol, Verkehrsdezernent

In den nächsten Wochen können sich jetzt alle Carsharing-Anbieter um die entsprechenden Standorte bewerben. Aktuell gibt es in Wiesbaden book-n-drive, stadtmobil und scouter mit einem eigenem Angebot. Es ist ein wichtiger Baustein der Verkehrswende. In Kombination mit einem starken Bus- und Radverkehr in der Stadt, kann es gelingen, die Menschen zum Umsteigen und damit zum Verzicht auf die Anschaffung eines eigenen Erst- oder Zweitautos zu bewegen. Seitens ESWE Verkehr sei deshalb auch geplant, die Zusammenarbeit mit den Carsharing-Anbietern zu intensivieren und zum Beispiel beim Vertrieb zu kooperieren.

Carsharing in Wiesbadens Vororten

Eine erfolgreiche Vergabe vorausgesetzt, sollen die ersten neuen Stationen bereits im Laufe des Sommers eingerichtet werden. Um das erweiterte Carsharing-Angebot bei den Bürgern bekannt zu machen, ist eine gemeinsame Kampagne von ESWE Verkehr und Landeshauptstadt Wiesbaden geplant.

Foto oben @2021 Volker Watschounek

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Weitere Informationen zum Caresharing formationen zu Vorbereitung auf die Ortsbeiratssitzungen finden Sie unter piwi.wiesbaden.de.

 

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