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Kammermusikabend mit Roman Knižka und dem Bläserquintett OPUS 45,Bild zeigt das Ensemble in der Gedenkstätte Bautzen.

Musikalische Lesung: „Den Nazis eine schallende Ohrfeige versetzen!“

Die Hessische Landeszentrale für politische Bildung, das Stadtarchiv Wiesbaden und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Hessen, laden am 28. September unter dem Titel „Den Nazis eine schallende Ohrfeige versetzen!“ zu einer musikalischen Lesung ein.

Volker Watschounek 8 Monaten vor 0

Der Widerstand die Nazis, das NS-Regime,  war breit gefächert. Er reichte von passiver Resistenz und non-konformem Verhalten bis zu Emigration. Geschichten …

Der gebürtige Bautzener Schauspieler Roman Knižka und das Bläserquintett OPUS 45 kommen am Mittwochabend mit ihrem Projekt zum NS-Widerstand ins Kulturforum Wiesbaden. In einer musikalischen Lesung zeigen sie das Spektrums im Kampf gegen die Nazis auf. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Wiesbadener Musikakademie, kurz gefasst

Musikalische Lesung – Den Nazis eine schallende Ohrfeige versetzen
Wann: Donnerstag, 28. September 2023, ab 16:00 Uhr
Wo: Wiesbadener Musikakademie, Kulturforum, Friedrichstraße 16, 65185 Wiesbaden
Eintritt: frei

Den Nazis eine schallende Ohrfeige versetzen! – Dies war das erklärte Ziel von Konrad Reisner, einem überzeugten Pazifisten. Gemeinsam mit Willy Brandt startete er eine scheinbar aussichtslose Kampagne, um die Verleihung des Friedensnobelpreises an Carl von Ossietzky zu erreichen. Das sollte dazu beitragen, den inhaftierten Journalisten und Herausgeber der Zeitschrift Die Weltbühne aus dem Konzentrationslager Papenburg-Esterwegen zu befreien.

Ghetto Theresienstadt

Das so genannte Ghetto Theresienstadt wurde während des Zweiten Weltkrieges im von den staatlichen Behörden im Protektorat Böhmen und Mähren genannten besetzten Teil der Tschechoslowakei durch die deutschen Besatzer im November 1941 in der ehemaligen österreichischen Garnisonsstadt von Theresienstadt (tschechischer Name Terezín) eingerichtet. Es war als Sammel- und Durchgangslager Teil des nationalsozialistischen Zwangslagersystems. Das Lager war Teil des NS-Systems zur geplanten Vernichtung der Juden, der so verharmlosend titulierten Endlösung der Judenfrage. Zunächst sollte es der Aufnahme von Gefangenen aus der Tschechoslowakei dienen, bald wurden jedoch Menschen aus fast ganz Europa dorthin deportiert.

Das Programm ist jenen mutigen Künstlern gewidmet, die sich bis zuletzt hartnäckig gegen den faschistischen Terror behaupteten. Zu Gehör kommen unter anderem Paul Celans Todesfuge sowie Gedichte französischer Häftlinge des KZ Buchenwald. Bertolt Brechts satirischem Lied vom Anstreicher Hitler steht Oskar Maria Grafs mutiger Aufruf Verbrennt mich! gegenüber, Kurt Tucholskys bitterböser Ode an Das Dritte Reich die ironisch-melancholischen Exil-Gedichte der jüdischen Schriftstellerin Mascha Kaléko. Es sind bewegende Geschichten, die Zeugnis des Widerstands gegen das NS-Regime geben.

Bläserquintett OPUS 45

Flöte: Julia Bremm – Oboe: Guilherme Sousa – Klarinette: Jussef Eisa – Horn: Benjamin Comparot – Fagott: Olivia Comparot

Musikalisch ergänzt wird die Lesung durch große, teils jedoch lange Zeit vergessene Werke für Bläserquintett. Sie stammen allesamt von Komponisten, die zu Opfern der nationalsozialistischen Diktatur und des Holocausts wurden, deren Wille, Kunst zu schaffen aber stets ebenso stark gewesen ist wie unser Wille zu überleben. So fasste es Pavel Haas zusammen, der hochbegabte tschechisch-jüdische Komponist und Schüler Leoš Janákeks, interniert im KZ Theresienstadt, später in Auschwitz ermordet.

Foto oben ©2020 Daniel Haecker

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Die Internetseite der Wiesbadener Musikakademie findet Sie unter wma-wiesbaden.de.
Weitere Informationen finden Sie unter www.opus-45.de.

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Geschrieben von

Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.