Die Siedlung Gräselberg gehört zum Stadtbezirk Wiesbaden-Biebrich. Sie ist Wiesbadens älteste und größte „Satellitenstadt“ in der rund 6000 Menschen leben.

Du musst immer lachen hatte Hamid aus Afghanistan sich auf ein Plakat geschrieben. Der junge Flüchtling lebte 2018 in Wiesbaden und hatte es geschafft, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Er war einer von 24 Menschen in Wiesbaden, die von Marita Steuernagel im Auftrag der Diakonie fotografiert wurden.

Mein Zuhause, kurz gefasst

Ausstellung – wie unterschiedlich Menschen leben
Wann: bis zum 6. Januar 2022
Wo: katholischen Kirche St. Hedwig, Erich-Ollenhauer-Straße 40 65187 Wiesbaden (Anfahrt planen!)

Unter dem Titel Mein Zuhause war die Fotografin unterwegs, um unterschiedliche Männer und Frauen, von Wohnungslosen, die nur eine Matratze ihr Eigen nannten, bis zu wohlsituierten Leuten, die auf einem Biedermeiersofa posieren oder im Erker ihrer Altbauwohnung Saxophon üben, kennenzulernen und in Bild festzuhalten.

Geborgenheit und Rückzugsmöglichkeiten

Immer wieder sind es auch Menschen, die in den Wohncontainern oder Wohnwagen in der Obdachlosenunterkunft auf dem Freudenberg leben, oder jene, die in der Teestube übergangsweise ein Zimmer bewohnen. Wohnen bedeutet Geborgenheit und Rückzugsmöglichkeiten, es schafft Sicherheit und Heimatgefühl – doch gerade in Wiesbaden ist das oft unerschwinglich. Die Ausstellung, in der die Fotografin auch Zitate der Fotografierten eingearbeitet hat, zeigt eindringlich, wie Menschen auch in größter Armut versuchen, sich ein individuelles Zuhause zu schaffen.

Interreligiöses Projekt

Organisiert hat das Gräselberg-Quartiersmanagerin Angelika Wust, die diese Ausstellung eigentlich als interreligiöses Projekt konzipieren wollte: Im vergangenen Jahr waren die Bilder in der evangelischen Lukasgemeinde zu sehen. Dann bremste Corona das Vorhaben aus. Nun ist die katholische Gemeinde dran und perspektivisch möchte man auch noch die Moscheegemeinde im Quartier für das Vorhaben gewinnen. Immer nach den Gottesdiensten, so Gemeindereferentin Susanne Hering, ist die Ausstellung zu sehen und wahrscheinlich wird die Fotografin dann auch öfter mal vor Ort sein, um über ihre Gespräche mit den Menschen zu sprechen. Sie sei ihnen sehr nahe gekommen, berichtet Steuernagel. Und sei sich dabei selbst bewusst geworden, wie wichtig es ist, durch eine Wohnung Sicherheit zu haben.

Foto oben @2021 Quartiersmanagement | die ev. Pfarrerin Birte Kimmel, die kath. Gemeindereferentin Susanne Hering, die Fotografin Marita Steuernagel und Quartiersmanagerin Angelika Wust in St. Hedwig.

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Die offizielle Internetseite der kath. Kirche St. Hedwig finden Sie unter stpeterundpaul-wiesbaden.de.

 

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