„Blickpunkt Auge!“ Eine Sehbehinderte Person sagt: „Man glaubt, es ist alles schwarz — auch von der Stimmung her. Ein Irrtum. Es ist nicht so!“ 

Ohne Zweifel, wer infolge eines Unfalls oder einer Krankheit plötzlich das Augenlicht verliert, steht vor einer Wand. Er verzweifelt, verliert den Lebenswillen und verzweifelt. Vor diesem Hintergrund findet im auch Oktober unter dem Titel Blickpunkt Auge in der Musterausstellung Belle Wi ein spezieller Beratungstag statt.

Belle Wi, kurz gefasst

Beratung – „Blickpunkt Auge“
Wann: Dienstag, 1. Oktober 2019, 14:00 bis 18:00 Uhr
Wo: „Belle Wi“, Föhrer Straße 74/1, 65199 Wiesbaden (Anfahrt planen)
Kosten: keine

Thomas Sauer von Blickpunkt Auge – Rat und Hilfe bei Sehverlust wird am 1. Oktober zwischen 14:00 und 18:00 Uhr rund um die Themen Augenerkrankungen, deren Behandlungsmöglichkeiten und entsprechende Hilfsmittel informieren. Außerdem gibt er auch wertvolle Hinweise für die Nutzung des Smartphones bei nachlassendem Sehvermögen. Die kostenfreie Beratung können sowohl Betroffene als auch Interessierte in Anspruch nehmen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nähere Informationen gibt es unter Telefon (0611) 312885 oder per E-Mail an Belle-Wi@wiesbaden.de

Sehbehinderung

Sehbehinderungen sind nicht gleich Sehbehinderung. In ihren Ausprägungen können sie vielseitig sein und Folgebeeinträchtigungen sind sehr individuell. Menschen mit der gleichen Augenerkrankung und/oder einer gleichen Sehkraft haben trotzdem meistens eine individuelle Wahrnehmung ihrer Umgebung – weshalb sie auch unterschiedlich gut mit den Auswirkungen zurecht kommen. Jeder bewältigt seinen eingeschränkten Seheindrücke auf seine Art und kompensiert seine Einschränkung mit unterschiedlich guten Bewältigungsstrategien.

Definitionssache

Als sehbehindert gilt nach medizinischer Messung (Augenarzt) wer trotz Korrektur mit Brille oder Kontaktlinsen nicht die normale Sehfunktion erreicht und dessen Sehschärfe (Fachbegriff: „Visus“) auf dem besseren Auge weniger als ein Drittel (1/3; 0,3; 33 Prozent) bis 1/20 (0,05; 5 Prozent) liegt.

Hochgradig sehbehindert ist wer mit dem besseren Auge eine Sehschärfe von weniger als 1/20 bis zu 1/50 (0,02; 2 Prozent) erreicht.

Menschen mit geringeren Visus gelten gesetzlich als blind, auch wenn noch ein Restsehvermögen oder Lichtscheinwahrnehmung vorhanden ist.

Barrierefreiheit…

…bezeichnet im deutschen Sprachgebrauch eine Gestaltung der baulichen Umwelt sowie von Informationsangeboten, Kommunikation usw. dergestalt, dass sie auch von Menschen mit Beeinträchtigungen ohne zusätzliche Hilfe genutzt und wahrgenommen werden können. (Bild: 2018 Simone Hainz / pixelio.de)

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Die offizielle Internetseite zu den Räumen der Dauerausstellung Belle-Wi finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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