„Blickpunkt Auge!“ Eine Sehbehinderte Person sagt: „Man glaubt, es ist alles schwarz — auch von der Stimmung her. Ein Irrtum. Es ist nicht so!“ Auch im Schwarz gibt es Hoffnung und Mut.

Ohne Zweifel, wer infolge eines Unfalls oder einer Krankheit plötzlich das Augenlicht verliert, steht vor einer Wand. Der Mensch verzweifelt, verliert seinen Lebenswillen. Vor diesem Hintergrund findet nach den Maßnahmen zur Lockerung unter dem Titel Blickpunkt Auge in der Musterausstellung Belle Wi der nächste Beratungstag statt.

Belle Wi, kurz gefasst

Beratung – Rund ums Auge: Beratungsangebot in der Musterausstellung Belle Wi
Wann: Dienstag, 6. Oktober 2020, 14:00 bis 18:00 Uhr
Wo: „Belle Wi“, Föhrer Straße 74/1, 65199 Wiesbaden (Anfahrt planen)
Kosten: keine

Um Anmeldung wird Corona-bedingt gebeten. Nähere Informationen gibt es unter Telefon (0611) 312885 oder per E-Mail an Belle-Wi@wiesbaden.de

Sehbehinderung ist nicht gleich Sehbehinderung. In ihren Ausprägungen kennst Sie verschiedene Formen. In ihren Folgebeeinträchtigungen sind sie sehr individuell. Menschen mit der gleichen Augenerkrankung und/oder einer gleichen Sehkraft haben eine ganz individuelle Wahrnehmung. Deshalb kommen sie auch unterschiedlich gut mit den Auswirkungen zurecht. Jeder bewältigt seinen eingeschränkten Seheindrücke auf seine Art und kompensiert seine Einschränkung mit unterschiedlich guten Bewältigungsstrategien.

Rat und Tat

Gabriele Ruys von Blickpunkt Auge weiß das ganz genau. Im Rahmen ihres Vortrags und ihrer individuellen Beratung können Sie verschiedene Hilfsmittel ausprobieren, zum Beispiel ein Bildschirmlesegerät oder sprachgesteuerte Assistenten. Darüber hinaus hält Sauer viele Tipps parat, wie ein Smartphone bei nachlassendem Sehvermögen genutzt werden kann. Das kostenfreie Angebot richtet sich sowohl an Interessierte als auch an Betroffene, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Definitionssache

Als sehbehindert gilt nach medizinischer Messung (Augenarzt) wer trotz Korrektur mit Brille oder Kontaktlinsen nicht die normale Sehfunktion erreicht und dessen Sehschärfe (Fachbegriff: „Visus“) auf dem besseren Auge weniger als ein Drittel (1/3; 0,3; 33 Prozent) bis 1/20 (0,05; 5 Prozent) liegt.

Hochgradig sehbehindert ist wer mit dem besseren Auge eine Sehschärfe von weniger als 1/20 bis zu 1/50 (0,02; 2 Prozent) erreicht.

Menschen mit geringeren Visus gelten gesetzlich als blind, auch wenn noch ein Restsehvermögen oder Lichtscheinwahrnehmung vorhanden ist.

Barrierefreiheit…

…bezeichnet im deutschen Sprachgebrauch eine Gestaltung der baulichen Umwelt sowie von Informationsangeboten, Kommunikation usw. dergestalt, dass sie auch von Menschen mit Beeinträchtigungen ohne zusätzliche Hilfe genutzt und wahrgenommen werden können. (Bild: 2018 Simone Hainz / pixelio.de)

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Die offizielle Internetseite zu den Räumen der Dauerausstellung Belle-Wi finden Sie unter www.wiesbaden.de.

 

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