Das Museum Wiesbaden wird zu einem besonderen Lernort, zum InnoLabMuseum. es soll die Lust und Freude von Schülern am künstlerisch-kreativen Experimentieren und Forschen fördern.

Die Philipps Universität Marburg – Arbeitsstelle Kulturelle Bildung an Schulen (KuBiS) und das Museum Wiesbaden haben am Dienstag eine Vereinbarung über eine verbindliche Zusammenarbeit unterzeichnet. Im Rahmen eines InnoLabMuseums wollen die Kooperationspartnern der Zusammenarbeit von Schule und Kulturinstitution neue Perspektiven nachhaltiger Weiterentwicklung Kultureller Bildung in Hessen eröffnen.

„Es ist wichtig und eine wesentliche Aufgabe für uns, Zugangshürden abzubauen. Das funktioniert vor allem durch Kulturelle Bildung. Denn unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft, unabhängig vom Elternhaus und dem eigenen Geldbeutel: Kultur ist für alle da.“ – Ministerin Angela Dorn

Die beiden kooperierenden Institutionen sind davon überzeugt, dass Kulturelle Bildung gerade in unsicheren Zeiten die Wahrnehmung des Gegenübers, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und notwendige gesellschaftliche Wertschätzung fördert. Aus dieser Motivation ist das Projekt InnoLabMuseum entstanden. Das Projekt verfolgt das Ziel, dass an Kunst und Kultur alle Menschen teilhaben können sollen. Dadurch entstanden Ideen, Erfahrungen und Diskurse – wissenschaftliche Grundwerte, die alle als Gesellschaft voranbringen würden, erklärt Angela Dorn, Ministerin für Wissenschaft und Kunst.

„Mit der Unterstützung des InnolabMuseums wollen wir die Lust und Freude der Schüler am künstlerisch-kreativen Experimentieren und Forschen fördern. Zusammen mit ihren Lehrkräften und begleitet durch das Landesmuseum Wiesbaden sowie der Philipps Universität Marburg bekommen Schüler eine Gelegenheit, andere Wege des Lernens zu Erproben und ihr kreatives Potenzial auszuschöpfen.“ – Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz

Das InnoLabMuseum hat zum Ziel, Kulturelle Bildung als Grundbestandteil von Bildung mit den jeweiligen Verantwortungen von Universität und Museum gemeinsam konzeptionell weiterzuentwickeln: Das , so Christian Kammler, Leiter der Arbeitsstelle KuBiS, benötige allerdings mehr, als ein weiteres neues Vermittlungskonzept mit Schüler erproben. Wir sehen Kulturelle Bildung, wie einen Schlüssel, für eine sich in Aufruhr und Wandel befindliche Welt. Es braucht künstlerische Freiräume, um eigene Potentiale zu entdecken, die Welt anders zu begreifen und miteinander zu gestalten, so Kammler weiter.

„Die besondere Chance dieser Kooperation liegt für uns darin, unsere langjährigen Vermittlungserfahrungen anzubieten und die gewonnenen Erkenntnisse zu reflektieren und zu nutzen, um für alle Transferwissen zu generieren.“ – Astrid Lembcke-Thiel, Referentin Kulturelle Bildung am Museum Wiesbaden

Die Kooperation beginnt im Herbst in den Ateliers und Sammlungen des Museum Wiesbaden mit dem Modul Künstlerische Erprobung des Weiterbildungsstudiengangs Kulturelle Bildung an Schulen der Philipps Universität. Mit renommierten Künstlern der Sparten Literatur, Bildende Kunst, Theater und Musik unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Jebe wird das Museum für die Studierenden zum ästhetisch-forschenden Handlungsraum. In eigenen Gestaltungsprozessen der aus Schule und künstlerischen Feldern stammenden Weiterbildungsstudierenden wird die zentrale Frage nach Kooperativität im beruflichen Alltag bearbeitet. Ziel ist es, zu neuen Erkenntnissen im institutionellen Miteinander zu gelangen und diese in die eigene berufliche Praxis zu übertragen. Das Museum bietet dafür den Erfahrungs- und Wirkungsraum. Das Projekt der Landeseinrichtungen kommt ohne zusätzliches Fördergeld aus.

Hintergrund

Die Arbeitsstelle Kulturelle Bildung an Schulen ist eine Einrichtung am Fachbereich 21 – Erziehungswissenschaften der Philipps-Universität Marburg. Im Rahmen ihrer drei Schwerpunkte Lehre und Weiterbildung; Forschung und Entwicklung und Beratung und Vernetzung unterstützt sie die Akteure im Feld. So professionalisiert der Weiterbildungsmaster KuBiS Lehrer, Künstler und Vermittler gemeinsam für die Herausforderungen in der Zusammenarbeit von Schulen und außerschulischem Feld.
Im Rahmen von Schulbegleitforschung, wie z.B. in der Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium werden Organisationsentwicklungsprozesse in Schule und Kulturinstitution betrachtet und Erkenntnisse als Transferwissen dem Feld zur Verfügung gestellt. Mit der Netzwerkarbeit Kultur.Forscher! wird der Austausch zwischen Akteuren sichergestellt und Entwicklungen an Schule und Kulturinstitution beratend begleitet.

Mehr Informationen zu allen Fragen finden Sie dazu unter www.uni-marburg.de.

Foto oben ©2022 Museum Wiesbaden / Brand

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Die offizielle Internetseite des Museums Wiesbaden finden Sie unter www.museum-wiesbaden.de

 

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