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Georg und Margarethe Goldstein ©2019 Wiesbaden

Das Caligari erinnert an an Georg Goldstein

Am Mittwoch zeigt die Caligari Filmbühne min Wiesbaden den Dokumentarfilm „Georg Goldstein – Zur Erinnerung“ von Harald Kuntze und Dorothee Lottmann-Kaeseler.Im Anschluss an die Vorführung findet ein Gespräch mit den Filmemachern statt. Es moderiert Katherine Lukat, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Stadtarchivs Wiesbaden.

Redaktion 5 Jahren vor 0

Geboren in Breslau, studierte an der Bergakademie und schloss sein Studium als promovierter Volkswirt ab. Die Deutsche Gesellschaft für Kaufmannserholungsheime (DGK) hat ihn 1912 nach Wiesbaden berufen.

Ziel der DGK war es, Betriebsangehörigen Ferienheime in ganz Deutschland zu Erholung zur Verfügung zu stellen. Über zwanzig Jahre lenkte Dr. Georg Goldstein die Geschicke der DGB und prägte ihre Entwicklung. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche Häuser gebaut oder erworben; 1930 besaß die Gesellschaft bereits 40 solcher Heime.

Caligari Film Bühne, kurz gefasst

Dokumantarfilm – Georg Goldstein
Wann: Mittwoch, 30. Januar 2019, 20:00 Uhr
Wo: Caligari Film-Bühne, Marktplatz 2, 65183 Wiesbaden (Anfahrt planen!)
Eintritt: 7,00 Euro, ermäßigt 6,00 Euro

Filmgespräch im Anschluss mit den Filmemachern Harald Kuntze und Dorothee Lottmann-Kaeseler.

Schon 1916 traf die DGK die Entscheidung, auch in Bad Urach auf der Schwäbischen Alb ein solches Heim zu bauen – oberhalb der Stadt gelegen mit idyllischem Blick ins Seeburger Tal. Durch  die Wirren des Krieges und die wirtschaftlichen Umstände der frühen Weimarer zeit verzögerte sich das Vorhaben. Ende der zwanziger Jahre gewann der Stuttgarter Architektur Adolf Gustav Schneck den ausgeschriebenen Wettbewerb – und wurde so Dr. Georg Goldsteins Bauherr. Später, 1930 bei der Einweihung des Hauses auf der Alb in Bad Urach äußerte er sich als Bauherr selbstbewusst über die Zielsetzung, mit diesem modernen Gebäude der sozialen Fürsorge der Angestellten zu dienen.

In Wiesbaden vergessen

Dr. Goldstein war auch im politischen Vereinsleben von Wiesbaden tätig, ganz im Sinne seines Selbstverständnisses als demokratischer liberaler deutscher Jude. Aber bereits am 10. Juni 1933 entließ ihn der Vorstand der GKH. Der Verlust von beruflicher Position und Anerkennung verletzte ihn sehr. Die Emigration gelang nur den Kindern; Goldstein und seine Frau wurden in Auschwitz ermordet. In Wiesbaden sind sie völlig vergessen. Der Film zeigt auf, wie jedoch andernorts das Lebenswerk Goldsteins gewürdigt wird. Eine Biografie unter www.hausaufderalb.de erinnert an den Volkswirt.

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