Fast alles, was einen Menschen ausmacht, hat mit seiner Vergangenheit zu tun. Was ist aber, wenn diese Vergangenheit unbekannt ist? Suche nach Identität. 

Im Rahmen der Reihe „Wir in Wiesbaden“ erzählt Catalin Dorian Florescu mit seinem Roman „Der Mann, der das Glück bringt“ von Menschen, die weggehen, um an einem anderen Ort endlich ihr Glück zu finden.

Literaturhaus Villa Clementine, kurz gefasst

Wir in  Wiesbaden – Catalin Dorian Florescu zu Gast in Wiesbaden
Wann: Donnerstag, 16. November, 19:30 Uhr
Wo: Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65183 Wiesbaden (Karte / Navigation)
Eintritt:
frei

Florescu ist selbst  als Junge mit seiner Familie aus Rumänien in die Schweiz geflüchtet. Das sein Werk deshalb sehr authentisch ist, kann nicht verleugnet werden. In seinem Roman „Der Mann, der das Glück bringt“ führt Florescu den Leser ins New York vor hundert Jahren und in das Universum des rumänischen Donaudeltas. Er erzählt spannend und mit großer Fabulierlust von Ray und Elena, die sich in einer dramatischen Nacht in New York kennenlernen.

„C.D. Florescu hat einen fulminanten Roman über ein ganzes Jahrhundert der Wanderschaften, Vertreibungen, Fluchten, Glückssuchen geschrieben…“ – Elke Heidenreich, Stern

Elena ist eine Fischerstochter aus dem Donaudelta, Ray ein erfolgloser Künstler, der auf den Durchbruch hofft. Erzählend vertrauen sie sich ihre Familiengeschichten an, die ein ganzes Jahrhundert umspannen und vom Schwarzen Meer bis nach Amerika reichen. Es sind Geschichten voller Tragik und Komik und sie verdeutlichen den Willen des Menschen, trotz aller Widerstände für sein Glück zu kämpfen.

„Florescus poetische Aufmerksamkeit gilt den verschatteten Fugen des Weltgeschehens. Seine Figuren leben und sterben ganz unten, in Kellerlöchern und Pferdeställen, bestenfalls in üblen Häusern.“ – Spiegel Online

Florescus Erzählungen im Band „Der Nabel der Welt“ sind realistisch und magisch zugleich; in ihrem Mittelpunkt stehen Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben. Etwa Nora, die ihre Familie in der rumänischen Provinz verlässt und sich von Urs in dessen Schweizer Heimat bringen lässt. Oder ein Syrer, der sich im Grenzland zwischen Ungarn, Serbien und Rumänien verirrt und auf einen rumänischen Soldaten stößt, der ebenfalls in den Westen möchte.

Catalin Dorian Florescu liest im Literaturhaus. @2017 Amazon / Armei Marie CC-BY-SA-3.0

Archivbild: Catalin Dorian Florescu liest im Literaturhaus. @2017 Amazon / Armei Marie CC-BY-SA-3.0

Über Catalin Dorian Florescu

Er ist 1967 in Rumänien geboren, lebt als freier Schriftsteller in Zürich, wo er Psychologie und Psychopathologie studierte. Zu seinen Romanen zählen unter anderem „Wunderzeit“ (2001), „Der kurze Weg nach Hause“ (2002) und „Der blinde Masseur“ (2006). 2011 erhielt er den Schweizer Buchpreis.

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