Am heutigen Mittwoch, 27. Mai, veranstalten die Branchenverbände BDO, GBK und RDA gemeinsam einen bundesweiten Aktionstag zur Rettung der Busunternehmen: auch Wiesbaden ist mit dabei.

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO), die Gütegemeinschaft Buskomfort (GBK) und der RDA Internationaler Bustouristik Verband machen heute mit einem Buskorsos bundesweit auf die dramatische wirtschaftliche Lage der Busbranche aufmerksam. In Wiesbaden hat der Landesverband Hessischer Omnisbusunternehmer e.V. die Organisation der Demonstration übernommen. Er rechnet mit bis zu 100 Bussen, die sich entlang der Mainzer Straße aufstellen sollen. Hierfür wird die komplette Mainzer Straße stadteinwärts ab etwa 12:00 Uhr gesperrt. Die Sperrung dauert bis gegen 14:00 Uhr.

„Der Reisebus ist systemrelevant. Ohne den Reisebus ist der Wiederaufbau des europäischen Tourismus nicht möglich.“ – RDA-Präsident Benedikt Esser, in Busnetz

Die Verbände appellieren an die Politik und fordern wirksame Hilfen, um die Unternehmen der besonders stark betroffenen Branche vor dem Aus zu bewahren. Sie setzen sich ein, für eine bundesweit einheitliche Freigabe verantwortungsvoll durchgeführter Reisebusverkehre und wünschen sich die schnelle Aufhebung von internationalen Reisebeschränkungen.

Buskorso: Start Mainzer Straße

Die Aufstellung der Busse erfolgt auf der Mainzer Straße, stadteinwärts, auf beiden Fahrspuren. Die Zufahrt zum Aufstellort erfolgt nur über die Bundesautobahnen, direkt zur Mainzer Straße. Die Abfahrt der Busse ist für etwa 13:00 Uhr festgelegt. Die vorgesehene Wegstrecke wurde wie folgt festgelegt: Mainzer Straße, Lessingstraße, Friedrich-Ebert-Allee, Wilhelmstraße, Burgstraße, An den Quellen, Webergasse, Georg-August-Zinn-Straße, Taunusstraße, Röderstraße, Schwalbacher Straße, Oranienstraße, Kaiser-Friedrich-Ring (B 54), Mainzer Straße und Auflösung des Buskorsos.

Hintergrund

Etwa 90 Prozent der Bustouristiker in Hessen können die aktuelle Corona-Krise maximal noch bis zum Sommer überstehen – wenn es keine Hilfen gibt, droht ihnen schon bald das Aus. Darauf macht der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) aufmerksam. Die Betriebe sind seit Beginn der Corona-Krise ohne eigenes Verschulden völlig ausgebremst worden: Busreisen, auch Schülerreisen und sonstige Schulfahrten sind verboten, Grenzen bleiben geschlossen. Das umweltfreundlichste Verkehrsmittel trifft die Krise mit der höchsten Wucht: Weil Kredite bedient werden müssen – obschon seit März keine Einnahmen mehr da sind. „Das Gros der Mitarbeiter ist in Kurzarbeit, die modernen und teuren Reisebusse sind zwar abgemeldet – die Raten für die Finanzierung der Fahrzeuge laufen aber weiter. Viele traditionsreiche und bislang überaus erfolgreiche Busunternehmen wissen nicht, ob es sie und die daran hängenden Arbeitsplätze im Herbst noch gibt“, erläutert der LHO-Vorsitzende Karl Reinhard Wissmüller (Michelstadt) die dramatische Lage.

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Die offizielle Internetseite des Landesverband Hessischer Omnisbusunternehmer finden Sie unter www.lho-online.com/

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