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Kunsthaus Wiesbaden zeigt neue Ausstellung „ABER ICH LEBE. Den Holocaust erinnern“. Im Bild zwei Kinder,

Bewegende Bilder: „ABER ICH LEBE. Den Holocaust erinnern“

Seit Donnerstag und bis zum 26. November zeigt das Kunsthaus Wiesbaden in seinen Räumen die eindrucksvolle Ausstellung „Aber ich lebe. Den Holocaust erinnern: Geschichten von Überlebenden in Bildern.“

Volker Watschounek 5 Monaten vor 0

Die Erlebnisse der Überlebenden werden nicht einfach nacherzählt, sondern die Menschen hinter den Biografien werden in den Mittelpunkt gerückt.

Bis zum 26. November erzählt das Kunsthaus am Michelberg und seine Ausstellung die Geschichten von Überlebenden des Holocaust auf beeindruckende Weise. Emmie Arbel überlebte als kleines Mädchen die Schrecken der Konzentrationslager Ravensbrück und Bergen-Belsen.

Kunsthaus Wiesbaden, kurz gefasst

Ausstellung – Aber ich lebe. Den Holocaust erinnern
Wo: Kunsthaus,

Wann: Donnerstag, 14. Oktober bis 26. November 2023
Öffnungszeiten:  Mo geschlossen, Di – So 11:00 – 17:00 Uhr, Do bis 19:00 Uhr geöffnet.
Eintritt: frei

David Schaffer entging dem Genozid in Transnistrien, weil er sich nicht an die Regeln hielt. Die Brüder Nico und Rolf Kamp wurden von ihren Eltern getrennt und vom niederländischen Widerstand an 13 verschiedenen Orten vor ihren Mördern versteckt.

Heutzutage gibt es nur noch wenige Überlebende des Holocaust, was die Dokumentation ihrer Erinnerungen von entscheidender Bedeutung macht. Das Projekt Aber ich lebe stellt sich dieser Herausforderung auf ungewöhnliche Weise: In enger Zusammenarbeit mit Überlebenden, Comic-Künstlern, Holocaust- und Menschenrechtsexperten sowie Historikern und Archivaren entstanden grafische Geschichten, für die es kaum dokumentarische Vorlagen gibt.

Trauma, Erinnerung und Überleben

Die international renommierten Zeichnerinnen und Zeichner Miriam Libicki (Vancouver, Kanada), Gilad Seliktar (Pardes Hanna-Karkur, Israel) und Barbara Yelin (München) schufen in intensivem Dialog mit den vier Überlebenden eine grafische Rekonstruktion ihrer Erinnerungen. Diese Comics erforschen die Themen Trauma, Erinnerung und Überleben in eindrucksvoller Weise.

Die entstandene Anthologie Aber ich leben, herausgegeben von Prof. Dr. Charlotte Schallié (Universität von Victoria, Kanada), sowie die Ausstellung brechen mit den gängigen Vorstellungen und Bildern des Holocaust. Die Geschichten visualisieren auf berührende Weise ein unfassbares Geschehen und schaffen gleichzeitig ein neues Erinnerungsarchiv für kommende Generationen. Der Einsatz des Mediums Comics erweist sich dabei als äußerst wirksame Methode zur Rekonstruktion von Ereignissen, die visuell nicht dokumentiert sind, und zur Schaffung authentischer Erzählungen jenseits der fotorealistischen Darstellung.

Durch die Begleitung wissenschaftlich-didaktischer Fachleute wie auch durch die Zusammenstellung dreier unterschiedlicher Überlebensgeschichten und deren Verarbeitung durch Künstler zeigt beispielhaft, dass die Möglichkeiten dieser Art von Geschichtsschreibung noch lange nicht ausgeschöpft sind. – Tagesspiegel

Die Ausstellung beleuchtet auch den Entstehungsprozess des Buches anhand von Originalzeichnungen, Skizzen, Archivmaterial und Interviews mit den Beteiligten. Zusätzlich werden erstmals Arbeiten aus Barbara Yelins neuem Buch Und deshalb muss ich sprechen – Die Erinnerungen von Emmie Arbel präsentiert, das im November im Reprodukt Verlag erscheint.

Begleitprogramm

  • Buchvorstellung und Gespräch am Sonntag, 5. November, um 16 Uhr: Und deshalb muss ich sprechen – Die Erinnerungen von Emmie Arbel mit Barbara Yelin und Alice Hoffmann. Barbara Yelin spricht über Aber ich lebe und ihr neues Buchprojekt. Die Schauspielerin Alice Hoffmann ist die Witwe von Rudi Ben Yakov, dem Bruder von Emmie Arbel. Sie berichtet über ihre und seine Erinnerungen. Moderation: Jakob Hoffmann.
  • Vortrag und Film am Sonntag, 12. November, um 11 Uhr: Wer ist Anne Frank? Eine Ikone multipler Projektionen, Vortrag mit Dr. Thomas Merten, Literaturwissenschaftler. Im Anschluss, um 12 Uhr, wird der Animationsfilm Wo ist Anne Frank gezeigt. Regie: Ari Folman, 104 Minuten, FSK ab 6 Jahre, Caligari, Marktplatz 9, wiesbaden.de/caligari, Eintritt: 8 Euro – ermäßigt 7 Euro – mit Filmkunstkarte 6 Euro.
  • Kuratoren-Führungen am Donnerstag, 21. September, um 17 Uhr, und am Sonntag, 26. November, um 15 Uhr, mit Jakob Hoffmann.
  • Öffentliche Führungen am Sonntag, 22. Oktober, um 15 Uhr, und am Donnerstag, 16. November, um 17 Uhr, mit Laura Josefine Schilling. Im Anschluss an die Führungen wird ab Oktober jeweils eine Führung durch die Ausstellung Dietmar Riemann – Innere Angelegenheiten. Fotografien von 1975 bis 1989 angeboten.
  • Führungen für Schulklassen ab der 9. Klasse: Zu beiden Ausstellungen werden Führungen angeboten. Anmeldung: bildende.kunst@wiesbaden.de.

Kuriert wurde die Ausstellung wurde von Barbara Yelin und Jakob Hoffmann. Bei zusammenstellen der Sujets wurden die beiden vom Stadtmuseum Erlangen und dem Comic-Salon Erlangen unterstützt.

Das gleichnamige Buch zur Ausstellung Aber ich lebe – Vier Kinder überleben den Holocaust. Nach den Erinnerungen von Emmie Arbel, David Schaffer, Nico Kamp und Rolf Kamp, erschienen im C.H. Beck-Verlag, ist für 25 Euro an der Kasse erhältlich.

Foto oben ©2023 Kunsthaus

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Eine andere Internetseite zur Ausstellung Aber ich ebe finden Sie unter www.comic-salon.de.

 

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Geschrieben von

Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.