IDAHOBIT. Wie bitte? IDAHOBIT steht für den Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit. Christopher Street Day klingt da schon einfacher. Die Regenbogenfahne ist Symbol beider Tage.

Noch immer bestehende feindselige Einstellungen und Diskriminierung gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*, intergeschlechtlichen und queeren Menschen (LSBT*IQ). Noch immer werden Anders-Denkende schnell stigmatisiert. Dass soll, nein dass muss sich ändern. Seit 2005 gehen unter dem Zeichen der Regenbogenfahne überall auf der Welt Menschen auf die Straße um auf die Missstände aufmerksam zu machen. Weltweit, und auch in Wiesbaden hat der 17. Mai dabei eine besondere Bedeutung: Vor gut 30 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten gestrichen. Seither wird dieses Datum in vielen Städten als Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) begangen. Die vielfältigen Aktionen gedenken der Opfer von LSBT*IQ-feindlicher Gewalt, sprechen sich für die Akzeptanz von Vielfalt und gegen die Diskriminierung sexueller Minderheiten aus.

Regenbogenfahne

Als eines der wichtigen Symbole der Emanzipationsbewegung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans*, intergeschlechtlichen und queeren Menschen wird die Regenbogenfahne am Montag, 17. Mai in Wiesbaden  vor dem Rathaus gehisst. Die Stadt verdeutlicht damit, dass LSBT*IQ ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft ist. Dennoch: Bei allen positiven Veränderungen, insbesondere in den letzten Jahren, ist noch längst nicht alles gut.
Nach wie vor gibt es Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt. Allein im vergangenen Jahr wurden laut Bundesministerium des Innern deutschlandweit fast 782 Fälle von Hassverbrechen im Bereich sexuelle Orientierung beziehungsweise sexuelle Identität registriert. Insbesondere junge Menschen leiden unter LSBT*IQ-feindlichen Angriffen und nehmen davon nachhaltig Schaden. Es ist die Aufgabe der gesamten Gesellschaft, Diskriminierung abzubauen und Minderheiten zu schützen.

Kundgebung

Neben der Regenbogenbeflaggung am Rathaus wird es auf dem Wiesbadener Mauritiusplatz eine Kundgebung geben, welche der Verein Warmes Wiesbaden, die AIDS-Hilfe Wiesbaden und die Jugendkirche KANA gemeinsam organisieren. Sozialdezernent Christoph Manjura beteiligt sich bei dieser Veranstaltung mit einem Grußwort.

IDAHOBIT 2020 Wiesbaden

Kleines Glossar

IDAHOBIT – Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Trans- und Interfeindlichkeit
LSBT*IQ – Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*, intergeschlechtliche und queere Menschen
Trans* – Selbstbezeichnung von Personen, deren bei der Geburt zugeordnetes Geschlecht mit dem eigenen Erleben ihrer Geschlechtszugehörigkeit nicht vereinbar ist
Queer – Positiver Sammelbegriff für LSBT*IQ; einige Menschen bezeichnen ihre Lebensweise oder Identität als queer.

Hintergrund

Der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie bzw. -feindlichkeit (englisch International Day Against Homophobia, Biphobia, Interphobia and Transphobia, kurz IDAHOBIT)wird seit 2005 jährlich am 17. Mai von Homosexuellen, später auch Trans-, Bi- und Intersexuellen, als Aktionstag begangen, um durch Aktionen, mediale Aufmerksamkeit und Lobbying auf die Diskriminierung und Bestrafung von Menschen hinzuweisen, die in ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität von der Heteronormativität abweichen. Das Datum wurde zur Erinnerung an den 17. Mai 1990 gewählt, an dem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen. Transsexualität wurde erst 2018 mit dem Erscheinen der ICD-11 von der WHO als „Krankheit“ gestrichen. (Bild: CSD 2019)

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Die offizielle Internetseite von Warmes Wiesbaden finden Sie unter warmeswiesbaden.de.

 

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