Achtung Wasser marsch“, ruft der Abteilungsleiter der Stadt-Jugendfeuerwehr. Kurz darauf bahnt sich die Kraft der Wassermassen den Weg durch den Schlauch und trifft das Ziel.

Seit Herbst waren die Nachwuchs-Abteilungen der Wiesbadener Feuerwehren wegen der Corona-Pandemie auf Online-Treffen beschränkt. Für den Zusammenhalt in der Stadtjugendfeuerwehr organisierten Jugendlichen war das wichtig und gut. Doch haben sie schon mal versucht, online ein Feuer zu löschen, Schlauch und Stahlrohr zu dirigieren? Scherz beiseite. Im Zuge der sinkenden Inzidenzwerte sind für alle Jugendfeuerwehren wieder Übungsdiensten möglich. Das Hygienekonzept hat dabei oberste Priorität.

„Kinder und Jugendliche haben das Recht und vor allem das Bedürfnis nach größtmöglicher Normalität in ihrem Lebensalltag. Wichtiger Bestandteil ist dabei auch die Jugendfeuerwehr, die außerhalb des Schulunterrichtes gern und regelmäßig besucht wird.“ – Uwe Waldaestel, Stadtjugendfeuerwehrwart

Die Übungsdienste, die wieder aufgenommen werden, folgen dem Konzept der Jugendfeuerwehr-Übungsdienste aus dem vergangenen Jahr. Wiesbadens Stadtjugendfeuerwehrwart ist stolz und froh, dass die Jugendfeuerwehr auf das bewährte Konzept aufsetzen kann und sich alle diszipliniert an die Auflagen halten. Solange der 7-Tage-Inzidenz in Wiesbaden unter dem Wert von 100 liegt, sind die Dienste möglich. Steigt die Inzidenz darüber, wird der Übungsdienst ausgesetzt.

„Zeltlager, Gruppenausflüge, Schwimmbadbesuche oder gemeinsame Übernachtungen im Rahmen von Übungsdiensten oder Fahrten sind jedoch weiterhin nicht erlaubt.“ – Uwe Waldaestel, Stadtjugendfeuerwehrwart

Als Ergänzung zu den bereits bestehenden Hygieneregeln und Dienstanweisungen zum Infektionsschutz der Feuerwehren sieht das Konzept vor, dass Übungen außerhalb des Feuerwehrhauses an der frischen Luft, wie beispielsweise am Mittwochnachmittag auf dem Hofgartenplatz zu bevorzugen sind und die Ausbildung maximal in Staffelstärke – also mit sechs Personen – erfolgt. Zwei Gruppen von jeweils sechs Personen können parallel örtlich getrennt üben, wenn keine Durchmischung erfolgt. Während des gesamten Übungsdienstes müssen die Teilnehmer eine FFP2-Maske tragen. Die benutzten Gerätschaften sind nach dem Dienst zu reinigen. Ein 14-tägiger Rhythmus durch Aufteilen der Gruppen wird empfohlen und dient der Unterbrechung von möglichen Infektionsketten.

„Theoretische Dienste, allgemeine Gruppenstunden oder Sitzungen und Besprechungen sollen weiterhin ausschließlich digital durchgeführt werden.“ – Uwe Waldaestel, Stadtjugendfeuerwehrwart

Die Jugendwarte und letztendlich auch die Jugendlichen selbst haben in den vergangenen Monaten mit einem vorbildlich disziplinierten Verhalten und sehr viel Kreativität dazu beigetragen, einen Minimalbetrieb aufrechtzuerhalten. Mit allerlei Ideen für Online-Übungsdienste haben die Betreuer es geschafft, die Jugendlichen bei Laune zu halten. Wer beim Beobachten der Feuerwehrübungen Lust verspürt, selbst einmal mit Hand anzulegen, der ist auch jetzt richtig. Neue Mitglieder sind auch in der aktuellen Zeit herzlich willkommen, sagt Waldaestel. Interessierte Kinder und Jugendliche sollten mit ihren Eltern im Vorfeld Kontakt zu den jeweiligen Jugendwarten aufnehmen. Die Kontaktdaten und weitere Informationen sind unter www.jugendfeuerwehr-wiesbaden.de zu finden.

Über den Stadtjugendfeuerwehrverband Wiesbaden

Der Stadtjugendfeuerwehrverband Wiesbaden ist der Zusammenschluss der 20 Wiesbadener Jugendfeuerwehren. Er vertritt die Interessen und Belage der über 350 Mädchen und Jungen zwischen zehn und 18 Jahren. Die Jugendfeuerwehr als Nachwuchs-Abteilung der Freiwilligen Feuerwehren ist ein wichtiger Bestandteil der Feuerwehr Wiesbaden und sichert die Zukunft des Brand- und Katastrophenschutzes der Landeshauptstadt.

Jugendfeuerwehr bei der Übung ©2021 FFBretzfeld / Pixabay

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Die offizielle Internetseite der Jugendfeuerwehr Wiesbaden finden Sie unter jugendfeuerwehr-wiesbaden.de.

 

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