Wenderomane – die Meisten stellen ausschließlich das Positive dar. Wenige verbinden damit den aufflammenden Wiedervereinigungs Nationalismus. Gemein haben beide autobiografische Züge.

Der preisgekrönte Roman Als ich mit Hitler Schnappskirschen aß gehört zu der zweiten Gruppe von Romanen. Die Autorin beschriebt darin die Veränderungen in ihrem Umfeld sowie ihrer Familie zur Zeit der Wende. Zum Verständnis der Vorgänge im Osten sehr eindrucksvoll geschildert, sehr lesenwert.

Villa Clementine, kurz gefasst

Als ich mit Hitler Schnappskirschen aß Lesung und Gespräch mit Manja Präkels
Wann: Mittwoch, 6. Februar 2019, 10:30 Uhr (für Schulklassen)
Wo: Villa Clementine, Frankfurter Str. 1, 65183 Wiesbaden (Karte / Navigation)
Eintritt: 2 Euro, ermäßigt 2 Euro – an der Abendkasse 5,00 und 3,00 Euro

Der Eintritt zu der geschlossenen Veranstaltung für Schulklassen beträgt zwei Euro. Informationen gibt es unter Telefon (0611) 315748.

Mimi und Oliver sind Nachbarskinder und Angelfreunde in einer kleinen Stadt an der Havel. Sie spielen Fußball miteinander, leisten den Pionierschwur und berauschen sich auf Familienfesten heimlich mit den Schnapskirschen der Eltern. Mit dem Mauerfall zerbricht auch ihre Freundschaft. Mimi sieht sich als der letzte Pionier, Oliver wird unter dem Kampfnamen Hitler zu einem der Anführer marodierender Jugendbanden. Manja Präkels erzählt in ihrem Debütroman vom Verschwinden der DDR in einem brandenburgischen Kleinstadtidyll, dem Auftauchen verloren geglaubter Gespenster, vom Landleben zwischen Lethargie und Lebenslust, von Freundschaft und Wut.

Ausgezeichnet

Manja Präkels ist die Autorin des Lyrikbandes „Tresenlieder“ und Mitherausgeberin der erzählerischen Anthologie „Kaltland – Eine Sammlung“. Für ihren Debütroman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ wurde sie mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium 2018, dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 sowie dem Anna-Seghers-Preis 2018 ausgezeichnet.

Zur Person Manja Präkels

Geboren 1974  in Zehdenick im Landkreis Obervavel Manja wächst Präkels in Brandenburg auf. Nach mehreren Jahren als Lokalreporterin in Brandenburg geht sie später nach Berlin, wo Manja Präkels Philosophie und Soziologie an der Freien Universität Berlin studiert. Im Jahr 2000 führte sie Interviews mit links- und rechtsradikalen Jugendlichen, aus denen die ZDF-Dokumentation Die Zecken von Zehdenick entstand. 2001 rief sie das Berliner Erich-Mühsam-Festival ins Leben und gründete die Band „Der Singende Tresen“. 2004 erschien ihr erster Gedichtband Tresenlieder, 2005 die erste offizielle CD des Singenden Tresens.  sie als freie Schriftstellerin, Musikerin und Sängerin der Band Der Singende Tresen lebt.

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