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Downburst

Was ist ein Downburst?

Abgedeckte Dächer und reihenweise umgeknickte Bäume – Gewitter mit schweren Sturmböen sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Häufig trat dabei ein Tornado mit einem sogenannte Downburst verwechselt. Wiesbaden lebt! klärt auf.

Volker Watschounek 9 Monaten vor 0

Tornados richten verheerende Zerstörungen an. Sie können Gebäude zerstören, Bäume entwurzeln und Fahrzeuge umkippen. Ihre Kraft ist gewaltig.

Ein Tornado ist ein extrem starkes und gefährliches Wetterphänomen, das in der Regel in Verbindung mit schweren Gewittern auftritt. Es handelt sich um eine rotierende, trichterförmige Luftwirbel, der vom Himmel bis zum Boden reichen kann. Aber nicht jedes Wetterphänomen ist gleich ein Tornado. Es gibt auch Gewitterfallböen. Neben Tornados gehören sie zu den gefährlichsten Wettererscheinungen, – und obwohl beide Phänomene ein ähnliches Schadensbild hervorrufen, haben sie eine andere Entstehungsweise. Sogenannte Downbursts oder Microbursts treten häufiger als Tornados auf und können großflächigere Schäden anrichten.

Entstehung eines Downbursts

Downbursts entstehen häufig, wenn sich in größerer Höhe zwischen feuchter Luft eine trockene Luftschicht befindet. Bildet sich nun ein Gewitter aus, verdunstet der Niederschlag in dieser trockenen Luftschicht teilweise. Dadurch entsteht Verdunstungskälte, die den sogenannten Abwind des Gewitters zusätzlich beschleunigt. Wie ein nasser „Sack“ stürzt die kalte Luft aus den Höhen der Gewitterwolke zur Erde, mitgerissen vom Starkniederschlag. Treffen solche Abwinde am Boden auf, werden sie seitwärts umgelenkt und breiten sich als Sturmböen in alle Himmelsrichtungen aus. Im Extremfall können die Fallböen Orkanstärke von weit über 120 Kilometer pro Stunde erreichen.

Häufig verursachen solche Windspitzen ähnliche Schäden wie Tornados. Die größten Schäden können auch innerhalb einer Schneise auftreten, während die Fallrichtung der umgestürzten Bäume bei einem Downburst weitgehend gleichförmig ist. Zur endgültigen Unterscheidung müssen das Schadensbild von Experten beurteilt und Augenzeugenberichte sowie Foto- und Videoaufnahmen hinzugezogen werden.

Schwere Schäden durch Downbursts 

Diverse Downbursts haben in den vergangenen Tagen in Mitteleuropa im Zusammenhang mit Gewittern regional immense Schäden angerichtet. In Asweiler im Saarland wurden am 11. Juli mehrere Dächer abgedeckt und sogar ganze Dachstühle vom Sturm weggerissen. Im Süden Österreichs wurde am 17. Juli in St. Marxen bei Kühnsdorf eine mehrere hundert Jahre alte Kirchturmspitze durch die extremen Böen abgerissen. Auch in der kroatischen Hauptstadt wütete am 19. Juli ein solcher Gewittersturm, der neben großen Sachschäden leider auch mehrere Todesopfer forderte.

Hohe Unwettergefahr am „Rand des Hitzedoms“

Ursache für die Wetterkapriolen ist die Überlagerung von heißer und energiereicher Luft mit einem ausgeprägten Jetstream. Über Südeuropa liegt seit Tagen ungewöhnlich heiße Luft, während es von Skandinavien über die Britischen Inseln bis nach Nordfrankreich unterdurchschnittlich kühl ist. Im Übergangsbereich bildet sich in der höheren Atmosphäre ein nach Nordosten gerichtetes Starkwindband aus, das derzeit die Bildung von schadensträchtigen Gewittern wahrscheinlicher macht.

Foto oben ©2023 Shutterstock / Wetteronline

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Geschrieben von

Volker Watschounek lebt und arbeitet als freier Fotograf und Journalist in Wiesbaden. SEO und SEO-gerechtes Schreiben gehören zu seinem Portfolio. Mit Search Engine Marketing kennt er sich aus. Und mit Tinte ist er vertraut, wie mit Bits und Bytes. Als Redakteur und Fotograf bedient er Online-Medien, Zeitungen, Magazine und Fachmagazine. Auch immer mehr Firmen wissen sein Know-how zu schätzen.