Schierstein wächst und soll schöner werden: Das möchte auch die „Interessengemeinschaft sauberer und schöner Schiersteiner Hafen“. Vor der Eingemeindung lebten im Ortsbezirk 4.896 Menschen – am  1. Januar 2018 sind es 10.539.

Nicht sichtlich aber doch vom Gedankengang her folgte die Interessengemeinschaft sauberer und schöner Schiersteiner Hafen den Ideengebern von Tamaras Stuhl. Nur Wenige wussten von der Aktion. Einen Antrag zum Aufstellen des Quellsteins habe man nicht gestellt. Man wollte die Schiersteiner überraschen und ihnen im Rahmen einer Ad-hoc Aktion etwas schönes schenken – einen Beitrag für die Verschönerung der Hafenpromenade beizusteuern, so Alfred Zink, der den schweren Gesteinsbrocken zur Verfügung stellt. Verfeinert und installiert wurde er dann aber von Doris Altenheimer, Heinz Bähr und Alfred Zink zusammen, allesamt Mitglieder der Interessengemeinschaft  sauberer und schöner Schiersteiner Hafen.

„Bürger sollen nicht immer fragen was der Staat für die Bürger tun kann, sondern fragen, was die Bürger für den Staat und das Allgemeinwohl tun können.“

Insbesondere wegen des Niedrigwasserstands hat sich die Interessensgemeinschaft schnell entschlossen, noch in diesem Jahr den Quellstein den Schiersteiner Bürgern zur Beurteilung zu präsentieren – und dabei bemerkt, dass sich aus dem Ortsnahmen Schierstein, Stein des Sherto, und aus den Archiven noch einiges mehr erfahren lässt. Jetzt bleibt zu hoffen, dass er auch ohne Genehmigung ähnlich gut oder sogar besser angenommen wird als der Stuhl aus den alten Lettern der Tamara.

Über den Ortsteil Schierstein

Im Bereich des Ortskernes von Schierstein befand sich in der Zeit der Michelsberger Kultur im 5./4. Jahrtausend vor Christus. In römischer Zeit befanden sich in der Gemarkung mehrere Gutshöfe vom Typus der Villa Rustica. Urkundlich erwähnt wird Schierstein bereits im Jahre 860. Der Name des Dorfes entwickelte sich von Skerdestein um 973 über Skerdisstein zu Scerstein im Jahre 1017 – was dem mundartlichen Scheerstaa ähnlich ist. Schierstein bedeutet Stein des Sherto – wobei Stein hier die Bedeutung von Burg hat. Da Schierstein zum Kronland der fränkischen Könige gehörte, trägt es einen Reichsapfel im Wappen.

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